Lossprechungsfeier 19 Bauhandwerker erhalten in Lingen Gesellenbriefe

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

19 Maurer-, Zimmerer-, Beton- und Stahlbetonbauergesellen sowie Ausbaufacharbeiter erhielten bei der Lossprechungsfeier den Gesellenbrief. Foto: Heinz Krüssel19 Maurer-, Zimmerer-, Beton- und Stahlbetonbauergesellen sowie Ausbaufacharbeiter erhielten bei der Lossprechungsfeier den Gesellenbrief. Foto: Heinz Krüssel

Lingen. 19 junge Bauhandwerker haben bei einer Lossprechungsfeier am vergangenen Donnerstag im Gasthof Klaas-Schaper in Lingen ihre Gesellenbriefe erhalten.

„Sie haben tolle Berufe gewählt, in denen man etwas schaffen und gestalten kann“, gratulierte Kreisdezernent Marc-André Burgdorf in seiner Festrede zur bestandenen Prüfung. Er schaue in glückliche und zufriedene Gesichter. Dafür gebe es gute Gründe, denn die jungen Maurer, Zimmerer, Beton- und Stahlbetonbauer sowie Ausbaufacharbeiter hätten sich in der zwei- oder dreijährigen Ausbildung durchgebissen und letztlich mit der Gesellenprüfung das gesteckte Ziel erreicht.

Wer repariert, wenn alle rechnen?

Die Lossprechungsfeier bedeute auch eine Zäsur. Nach der Ausbildung gehe es jetzt in die Berufswelt. So mancher stelle sich die Frage: „Wie geht es weiter mit mir – beruflich und auch privat?“ Sicher sei nur: Lebenslanges Lernen sei angesagt. Die Bedeutung der handwerklich versierten Facharbeiter wurde vom Festredner ausdrücklich betont: „Der Bachelor ist nicht der Königsweg.“ Burgdorf machte es am Bespiel eines Wasserrohrbruchs deutlich: „Fünf Leute können die Fließgeschwindigkeit des Wassers berechnen, aber keiner kann das Wasserrohr reparieren.“

Unterstützung von vielen Seiten

Die Lossprechung ist nach Aussage von Obermeister Georg Kall ein Zeichen der Anerkennung für den Einsatz, die Leistungen und das Durchhaltevermögen während der Ausbildung. Sie sei aber auch eine Stunde der Dankbarkeit gegenüber all jenen, von denen die künftigen Facharbeiter in den vergangenen Jahren Unterstützung erfahren hätten: Eltern, Ausbildungsbetriebe und Ausbilder, Lehrer Kollegen sowie Freunde.

„Weiterhin goldener Boden“

Auf „Super-Perspektiven“ für die jungen Handwerker wies Studiendirektor Wilfried Etmann hin. Der Abteilungsleiter an den Berufsbildenden Schulen Technik und Gestaltung betonte: „Das Handwerk hat nach wie vor goldenen Boden.“ Es sei bedauerlich, dass immer weniger junge Menschen bereit seien, einen handwerklichen Beruf zu erlernen.

Überall „sehr gut“

Obermeister Kall bescheinigte den Absolventen gute Leistungen: „Es war insgesamt ein hervorragender Jahrgang mit vielen überdurchschnittlichen Leistungen.“ Als Innungssieger wurden Henner Silies (Maurer), Dominic Auclair (Zimmerer) und Tim Schwindeler (Beton- und Stahlbetonfacharbeiter) ausgezeichnet. Silies erhielt von Oberstudiendirektor Etmann noch einen Sonderpreis für sehr gute schulische Leistungen. Silies schloss den praktischen und den theoretischen Teil der Prüfung sowie auch den Schulabschluss mit „sehr gut“ ab.


Die Absolventen

Maurer: Fabian Brauer, Tobias Griep (beide Gels GmbH, Lingen); Tim Scheunemann, Henner Silies (beide Krämer-Bau GmbH & Co. KG, Wietmarschen); Christian Gels (LG Projektbau GmbH, Lingen); RomanKlein (VS-Bau GmbH, Lingen); Patrick Schoppe (BMF Bau GmbH, Lingen); Constantin Teismann (Kall GmbH & Co. KG, Thuine)

Zimmerer: Johannes Ahues, Dominik Auclair (beide Werner Krämer Bauunternehmen GmbH, Wietmarschen); Nils Eggenkämper (Zimmerei Siepker GmbH, Salzbergen); Ralph Menke, Piet Remmers (beide Hofschröer GmbH & Co. KG, Lingen); Markus Moor (SH Holz- und Modulbau GmbH, Lingen); Erik Rolfs (Franziskus Meyer, Lengerich)

Beton- und Stahlbetonbauer: Eugen Dell, Daniel Schmidt, Tim Schwindeler (alle Hofschröer GmbH & Co. KG, Lingen)

Ausbaufacharbeiter - SP Zimmererarbeiten: Leon Jansen (Veltmann-Voorbrink GmbH, Spelle)

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN