Lossprechung Bäckerinnung Lingen: Sie backen und verkaufen täglich Brot

Von Johannes Franke

Fit für die Backstube und den Verkaufstresen: Vier Bäcker und sieben Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei, erhielten in der Bildungsakademie Lingen ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse. Foto: Johannes FrankeFit für die Backstube und den Verkaufstresen: Vier Bäcker und sieben Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei, erhielten in der Bildungsakademie Lingen ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse. Foto: Johannes Franke

Lingen. Vier Bäcker und sieben Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei, haben während der Lossprechungsfeier in der Bildungsakademie Lingen ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse erhalten.

Obermeister Heinrich van Lengerich gratulierte zum persönlichen Erfolg und attestierte den frisch gebackenen Gesellen Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen. „Auf Ihre Einsatzbereitschaft dürfen Sie stolz sein und sie verdient besondere Anerkennung.“ Jeder habe nun realistische Chancen, im Berufsleben erfolgreich zu sein, eine Handwerkskarriere als Meister, vielleicht die Selbständigkeit anzustreben. Van Lengerich verwies auf die niedersächsische „Meisterprämie“, die ein wichtiger und entscheidender Schritt für mehr qualifizierten Nachwuchs im Handwerk bedeute.

„Man ist viel wert in der Welt, wenn man sein Fach versteht“

Lingens Erster Bürgermeister, Heinz Tellmann, gratulierte und dankte allen, die zum erfolgreichen Gelingen beigetragen haben. „Man ist viel wert in der Welt, wenn man sein Fach versteht“, zitierte er Adolph von Knigge. Mit dem nicht immer leicht erarbeiteten Fachwissen sei eine gute Basis für weiteres berufliches und persönliches Fortkommen gelegt worden. Das Zeugnis „bezeugt Ihr Können, Wissen und die Kompetenz für Ihren Beruf“, so Tellmann. Somit hätten die jungen Menschen sehr gute Berufsperspektiven, vor allem in „unserer boomenden Region.“ Die Betriebe nähmen ihre Verantwortung sehr ernst, den Nachwuchs auszubilden, Fachkräfte heranzubilden.

Zahl der Auszubildenden ist rückläufig

Die Zahl der Auszubildenden im Bäckerhandwerk sei rückläufig, auch, weil vielen jungen Leuten praktische Berufe nicht attraktiv genug erscheinen. „Gut ausgebildeter Nachwuchs wird dringend gebraucht“, appellierte er an die Schulen und Politik, „damit Ausbilder und Ausbildungswillige zusammenkommen.“ Der heutige Tag sei ein Zielpunkt, aber auch ein Startpunkt für eine neue Lebensphase. Er bat neben der stetigen Weiterbildung auch darum: „Engagieren Sie sich in Vereinen, Verbänden, Kirchen, sozialen oder politischen Organisationen und bekleiden dort ein Ehrenamt.“ Ansgar Schlesiger, Studiendirektor an der BBS-Lingen, Agrar und Soziales, attestierte eine sehr gute Ausbildung in der Schule und den Betrieben mit besten Chancen für die Zukunft. „Wir zusammen haben alles richtig gemacht“, und gratulierte den jungen Bäckern und Fachverkäuferinnen.

In ihrem Grußwort bedankte sich Jessica Hamm stellvertretend bei allen für „tolle drei Jahre, die ein Erfolg geworden sind.“


Die Absolventen:

Bäcker

Marco Fischer (Bäckerei Althoff, Nordhorn); Adrian Gottwald (Lohner Landbäcker H. van Lengerich, Wietmarschen); Patrick Höhle (Lohner Landbäcker H. van Lengerich, Wietmarschen); Sebastian Jaske (Bäckerei-Konditorei-Lebensmittel Fehren, Lingen).

Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei

Sabrina Auclair (Lohner Landbäcker H. van Lengerich, Wietmarschen); Nesrin Dag (Bernhard Sabel, Emsbüren); Jessica Hamm (Schäfers Brotstuben, Lingen); Caroline Humbert (Schäfers Brotstuben, Lingen); Alina Kuhl (Bäckerei Wintering, Lingen); Jana Schröder (Schäfers Brotstuben, Lingen) und Elfi Stephan (Musswessels, Rhede).

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