Vorfahrt geändert Tempo-30-Zone in der Lingener Oberhofstraße verlängert

Von Jannis Gövert

Günter Evers vom städtischen Bauhof Lingen montierte die neuen Warnschilder. Foto: Wilfried RoggendorfGünter Evers vom städtischen Bauhof Lingen montierte die neuen Warnschilder. Foto: Wilfried Roggendorf

goev Lingen. Die Tempo-30-Zone in der Oberhofstraße in Altenlingen ist fast bis zum Kreisverkehr an der Meppener Straße verlängert worden. An zwei Querstraßen hat sich deshalb die Vorfahrtsregelung geändert.

Am Donnerstag , 26. Juli 2018, kam es gegen 11 Uhr beinahe zu einem Unfall zwischen zwei Autos an der Einfahrt zum Heuesch. Der Fahrer, der aus Altenlingen kommend auf der Oberhofstraße unterwegs war, hatte anscheinend noch nicht bemerkt, dass die Tempo-30-Zone wenige Stunden vorher verlängert worden war. Er war wohl davon ausgegangen, dass er wie bisher Vorfahrt hätte. Aber an den Einmündungen der Straßen Altenlingener Weg und Heuesch gilt seit Donnerstagvormittag rechts vor links. Konkret müssen Fahrer, die auf der Oberhofstraße aus dem Ort heraus fahren, beachten, dass aus dem Heuesch kommende Verkehrsteilnehmer Vorfahrt haben. Ortseinwärts hat der Verkehr auf dem Altenlingener Weg neuerdings Vorfahrt. Beide Straßen liegen innerhalb der um etwa 200 Meter verlängerten Tempo-30-Zone.

Warnschilder weisen auf Veränderung hin

Bisher war der Teil der Oberhofstraße vom Kreisverkehr bis hinter die Einmündung des Altenlingener Wegs eine Vorfahrtsstraße. Nun weisen Warnschilder auf die geänderte Vorfahrt hin. „Wir sind nicht per Gesetz verpflichtet, diese Schilder aufzustellen, es ist an dieser Stelle jedoch sinnvoll“, erklärte der Leiter des Fachdienstes für Recht und Ordnung der Stadt Lingen, Frank Schöttmer.

Erhöhtes Verkehrsaufkommen aus Querstraßen

Ausgangspunkt für die Entscheidung, die Tempo-30-Zone zu verlängern, war ein Antrag des Ortsrates Altenlingen, der bei einer Sitzung des Verkehrsausschusses am 4. Juni 2018 vorgestellt wurde und kurz darauf von der Verkehrsbehörde der Stadt Lingen genehmigt wurde. Im Antrag hieß es, die Eröffnung eines Drogeriemarkts habe zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen geführt. Hier das Unfallrisiko zu senken war einer der Hauptgründe für die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer. Teil des Antrages war ebenfalls, auch die Straße Heuesch in eine Tempo-30-Zone umzuwandeln. Dies wurde jedoch abgelehnt. Im Gegensatz zur Oberhofstraße, an die ein Wohngebiet und auch einzelne Wohnhäuser angrenzen, handelt es sich beim Heuesch um ein reines Gewerbegebiet. Dort ist die Einrichtung einer Tempo-30-Zone nicht zulässig.

Verwirrung beseitigen

Schöttmer geht davon aus, dass es noch einige Zeit dauert, bis sich die Verkehrsteilnehmer an die neuen Vorfahrtsregeln gewöhnen. Er ist aber auch froh darüber, durch die jetzt einheitliche Vorfahrtsregelung „rechts vor links“ in der gesamten Oberhofstraße „die Verwirrung beseitigen“ zu können, die der plötzliche Wechsel der Vorfahrt in der Vergangenheit mit sich gebracht hatte.


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