Neuer Multifunktionsraum in Lingen Gerüstbauer haben in der Emslandarena ihren „Auftritt“

Von Thomas Pertz


Lingen. In der Emslandarena in Lingen haben derzeit Gerüstbauer und andere Handwerker ihren „Auftritt“: Bis zum 20. September ist der erste Bauabschnitt zur Errichtung eines multifunktionalen Aufenthaltsbereichs terminiert.

Der neue Aufenthaltsbereich weit eine Länge von 70 Metern auf, der verglaste Bereich zum Innenraum hin umfasst 52 Meter. Er wird Platz für bis zu 400 Menschen bieten. 200 bis 250 sind es, wenn diese an Tischen Platz nehmen. Mobile Trennwände erlauben eine vielseitige Nutzung. Konzerte in der Arena können von dort aus nicht verfolgt werden. Dazu dienen die Plätze in der Halle. Die Baumaßnahme kostet insgesamt 1,8 Millionen Euro, die sich Stadt und Landkreis teilen.

Während sich auf der Nordseite der Ende 2013 in Betrieb gegangenen Arena Logen und der Klubbereich befinden, war die Längsseite gegenüber bislang ungenutzt. Die Stadt wollte zunächst abwarten, wie sich nach der Eröffnung im November 2013 die weiteren Bedürfnisse bei der Nutzung der Arena entwickeln – eine Entscheidung, die den Worten von Oberbürgermeister Dieter Krone zufolge richtig war. Mit dem nun entstehenden vielseitig nutzbaren Aufenthaltsbereich, den jeder Bürger nutzen könne, der außerdem als Plattform zum Austausch von Unternehmen diene, dabei aber nichts Elitäres darstelle, werde die Nutzbarkeit der Arena weiter erhöht und damit auch ihre Attraktivität. Das gilt insbesondere auch für den sportlichen Bereich. So war es schon seit Längerem der Wunsch der HSG Nordhorn-Lingen, Pressekonferenzen nach dem Spiel in der Arena selbst und nicht in den Emslandhallen gegenüber abzuhalten. Letztere spielen nach Angaben von Krone in dem Gesamtkonzept des Messestandortes an der Lindenstraße aber weiterhin eine wichtige Rolle.

Viele Aufträge für Unternehmen aus der Region

Die Objektplanung hat das Büro „WBR Wolbeck Architekten Ingenieure“ übernommen. Die einzelnen Arbeitsabschnitte seien auf den Tag genau getaktet, erläuterte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher. Schließlich soll der Veranstaltungskalender der Arena nicht durcheinandergebracht werden. Deshalb finden aktuell in den veranstaltungsfreien Wochen auch die Arbeiten statt, die ohne größeres Gerät nicht durchführbar wären. Daran schließen sich später die technischen Arbeiten im Inneren des verglasten Bereiches an. Viele Aufträge sind an Unternehmen aus der Region vergeben worden. Eingerichtet wird auch ein verglaster Kameraraum für die Sportberichterstattung, wie zum Beispiel vom Hallenkick „Budenzauber“.Abgeschlossen sein sollen alle Arbeiten nach der Sommerpause im nächsten Jahr.

Krone verwies darauf, dass er gemeinsam mit Arena-Geschäftsführer Florian Krebs in Gesprächen mit der Wirtschaft auf die vielfältigen Möglichkeiten zum „Networking“ in dem neuen Aufenthaltsbereich hinweisen werde. Für einen Austausch untereinander vor und nach Veranstaltungen sei dort ein perfekter Rahmen gegeben.

„Wir wollten erst Erfahrungen sammeln und aus diesen Erfahrungen lernen“, resümierte Florian Krebs die Jahre seit der Eröffnung der Arena. Das aktuelle Bauvorhaben ist nach seinen Worten die richtige Reaktion auf die große Nachfrage nach multifunktionalen Plätzen, die außerdem eine besondere Aufenthaltsqualität bieten.

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