Trotz Trockenheit Keine Beeinträchtigungen für die Schifffahrt im Raum Lingen

Von Ludger Jungeblut

Die Schifffahrt auf dem Dortmund-Ems-Kanal ist trotz der lang anhaltenden Trockenheit nicht beeinträchtigt. Foto: Ludger JungeblutDie Schifffahrt auf dem Dortmund-Ems-Kanal ist trotz der lang anhaltenden Trockenheit nicht beeinträchtigt. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Trotz der monatelangen Trockenheit gibt es für die Schifffahrt auf dem Dortmund-Ems-Kanal (DEK) keine Beeinträchtigungen. Das hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Meppen auf Anfrage der Redaktion mitgeteilt.

Nach Angaben des stellvertretenden Amtsleiters Thorsten Seiwald ist der DEK im Bereich des WSA Meppen staugeregelt. Seiwald: „Die Wehre sorgen dafür, dass der Kanal immer schiffbar ist. Es stellt sich daher nur die Frage, wie lange man braucht, um mit dem Wasser von ,oben‘ eine Schleusenkammer zu füllen. Und hierbei haben wir zurzeit noch keine Probleme.“ Sollte der Abfluss von „oben“ noch weiter abnehmen, so werde das WSA versuchen, durch Sammelschleusungen von Sportbooten Wasser zu sparen. Dann würden nicht mehr für einzelne Sportboote geschleust.

Seiwald: „Wie viel Wasser in Hanekenfähr in den Kanal geht und wie viel in die Ems, steuern wir nur, wenn zu viel Wasser kommt. Dann wird die Sperrtorschleuse aktiviert, um Lingen vor Hochwasser zu schützen.“

Entnahme aus dem Speicherbecken Geeste hält sich in Grenzen

Wie eine Sprecherin der RWE-Kraftwerke am Standort Lingen mitteilte, sind die Entnahmezeiten aus dem Speicherbecken in Geeste für den Kühlwasserbedarf der Kraftwerke dieses Jahr nicht überproportional hoch. Die Sprecherin: „Der am Wehr Hannekenfähr gemessene Wasserstand der Ems ist ausschlaggebend für die Entnahme von Wasser aus dem Speicherbecken in Geeste. Fließt nicht genügend Wasser über das Wehr, die Ems also Niedrigwasser führt, muss für den Betrieb der Kraftwerke Wasser aus dem Speicherbecken ergänzt werden.“ Diese Ergänzung erfolge über den Dortmund-Ems-Kanal. In Hannekenfähr treffen bekanntlich Kanal und Fluss aufeinander und das Wasser gelangt auf diese Weise in die Ems.

Derzeit hohe Verdunstungsrate

Nach Angaben der Sprecherin wurde vom 4. Juli bis zum 9. Juli sowie vom 10. Juli bis zum 11. Juli Wasser aus dem Speicherbecken entnommen. Die Entnahmemenge aus dem Speicherbecken entspreche dem aktuellen Kühlwasserbedarf der Kraftwerke. Einen Effekt auf den Füllstand des Speicherbeckens habe aktuell auch die hohe Verdunstungsrate aufgrund der warmen Temperaturen.

„In Herbst und Wintermonaten und bei ausreichender Wasserführung der Ems wird das Speicherbecken mithilfe von Pumpen aus dem Dortmund-Ems-Kanal wieder aufgefüllt, damit es in den kommenden Sommermonaten wieder als Wasserreservoir für den Betrieb der Kraftwerke zur Verfügung steht“, erklärte die Sprecherin.


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