„Fenster zur Ewigkeit“ Künstlerin stiftet Ikone für Kapelle des Lingener Hospitals

Sie freuen sich über die neue Ikone: (von links) Kuratoriumsvorsitzender des Bonifatius-Hospitals, Pfarrer Thomas Burke, Ursula Lammers, ihr Vater Heinrich Lammers und Palliativ-Care-Fachkraft Schwester Vera vor der Lioba-Ikone. Foto: Bonifatius-Hospital LingenSie freuen sich über die neue Ikone: (von links) Kuratoriumsvorsitzender des Bonifatius-Hospitals, Pfarrer Thomas Burke, Ursula Lammers, ihr Vater Heinrich Lammers und Palliativ-Care-Fachkraft Schwester Vera vor der Lioba-Ikone. Foto: Bonifatius-Hospital Lingen

Lingen. Bereits in der Schule hatten sie Ikonen fasziniert, nun malte sie eine solche für das Bonifatius-Hospital Lingen: Ursula Lammers, gebürtige Emsbürenerin, und ihre Eltern haben ein gemaltes Abbild der heiligen Lioba für die gleichnamige Kapelle des Krankenhauses gestiftet.

Laut einer Pressemitteilung des Krankenhauses wurde ein Angehöriger der Künstlerin dreimal im „Boni“ behandelt und gesund entlassen. Der Patient hatte während seines Aufenthaltes viel Zeit in der Lioba-Kapelle verbracht und dabei ein Abbild der Bonifatius-Gehilfin vermisst. Anders als dieser sei die heilige Lioba im Emsland nur wenig bekannt. Das solle sich ändern.

Aufwendiger Herstellungsprozess

„Ikonen sind nicht einfach nur Bilder“, meint Ursula Lammers. „Es sind Fenster zur Ewigkeit.“ Der Herstellungsprozess der geweihten Kult- und Heiligenbilder unterscheidet sich von dem normaler Bilder. Der Holzuntergrund wird zunächst mit Kreide grundiert und mit einer Goldauflage belegt. Mit Pauspapier und einem Graviergerät werden die Linien der Vorlage auf die Fläche übertragen – jeder Faltenwurf der Kleidung ist entscheidend. Anschließend wird die Farbe, bestehend aus speziellem Pulver und Eigelb, aufgetragen. Tiefere Kenntnisse erlangte Ursula Lammers während ihres Besuchs bei dem langjährigen Ikonenmaler und Diakon Alexander Rich in Oberrimsingen nahe Freiburg.

Unterstützte heiligen Bonifatius

Die heilige Lioba wurde 710 geboren und war eine Verwandte und Unterstützerin des heiligen Bonifatius. Sie war Benediktinerin, Missionarin und Äbtissin des Klosters Tauberbischofsheim. Auf Abbildungen, wie auch auf der neuen Ikone, ist Lioba mit Ordenskleid, Äbtissinnenstab und einer Glocke dargestellt. Letztere sah ihre bereits recht bejahrte Mutter vor der Geburt im Traum und deutete sie als Zeichen Gottes.


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