„Kultoursommer Emsland 2018“ Wäsche waschen wie zu Omas Zeiten im Lingener Emslandmuseum

Von Johannes Franke

Wie zu Omas Zeiten waschen (von links) Henrietta, Lorenz, Elias und Carlotta mit viel Spaß die Wäsche. Foto: Johannes FrankeWie zu Omas Zeiten waschen (von links) Henrietta, Lorenz, Elias und Carlotta mit viel Spaß die Wäsche. Foto: Johannes Franke

Lingen. Beim Emslandmuseum Lingen hat im Rahmen des „Kultoursommers Emsland 2018“ am Sonntag, 22. Juli 2018, mit verschiedenen Attraktionen und Programmen ein generationenübergreifendes Sommerfest stattgefunden.

Es braucht nicht viel, um Kinder glücklich zu machen. Konzentriert und mit viel Spaß bemalt die dreijährige Tomke ein Pferd in ihren Lieblingsfarben. Kunstmaler Wolfgang Tautz erklärt dem Vater währenddessen seine Maltechnik. Tomkes Regenbogenpferd signiert die Kleine mit Großbuchstaben – toll. Fabian schwingt den Hammer und versenkt den zehn Zentimeter langen Nagel im Holzbalken. Stolz ist der Achtjährige, denn das „lief wie geschmiert, ging rein wie in Butter“, freut er sich.

Geschicklichkeit wird belohnt

Nicht nur an der Losbude gewinnt jedes Kind, darf kleine Flummi-Bälle, auszumalende Dinosaurier oder Modell-Lkw mitnehmen. An jedem Stand ist Geschicklichkeit, Feinmotorik, Ausdauer, Begreifen mit allen Sinnen gefragt. Gelbe Plastik-Entchen schwimmen umher. Sie zu angeln, stolz den Eltern oder Oma und Opa zu zeigen, wie geschickt man schon ist, dafür eine kleine Belohnung zu erhalten, das erfreut nicht nur das Kinderherz. Der Stand „Zum rostigen Hufeisen“ lässt bei jedem Treffer ebenfalls Kinderaugen glänzen, wenn das Hufeisen sich in der Stange verfängt. Kaffee und Kuchen gibt’s im Kutscherhaus. Im Nebenraum „Feenstaub und Säbelrassel“ versinken die Kinder in einer Märchenwelt, hören Geschichten von hier und anderswo. Nach der Ruhepause Gehirnjogging für schlaue Köpfe: Die Museumsrallye führt in eine andere Welt, bringt ihnen Museales von gestern und vorgestern näher.

Spielend die Umwelt kennenlernen

Waschtag beim Heimatverein: Kernseife, Waschbrett, Zinkwanne, Holzbottich, Stampfer und Wäscheleine. Welch ein Vergnügen – nicht nur für Hanni Rickling. „Kinderarbeit“, bei der es schäumt und spritzt wie zu Omas Zeiten. Mit wenigen Mitteln hat Angelika Konen den Justizgarten nachempfunden. Hier entdecken Kinder natürliche Gegenstände, nehmen einen Waldmistkäfer unter die Lupe, führen physikalische Experimente durch: „Wir möchten den Kindern die Natur mit allen Sinnen veranschaulichen und ihnen ihre Umgebung näherbringen.“

Konzentration bei Kindern, Eltern und Großeltern

Reges Interesse für Klein und Groß herrscht auch beim Modellbau für Anfänger oder Kinderbasteln. Einen Bausatz zusammenstecken oder kleben, und nach und nach entsteht ein Auto, Flieger oder Eisenbahnhäuschen. Auch hier sitzen die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern eine halbe Stunde ganz ruhig und konzentriert, freuen sich über ihr Ergebnisse und haben Spaß. „Das ist das Allerwichtigste“, betont Michael Brodhaecker. Und das gilt für das gesamte Sommerfest.


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