Bürgernahe: Standort verlegen Stadt Lingen: Nur eine Beschwerde wegen Glascontainer

Von Thomas Pertz

Die Verwaltung lehnt eine Verlegung des Standortes dieses Altglascontainers in der Straße Am Kaninchenberg derzeit ab. Foto: Thomas PertzDie Verwaltung lehnt eine Verlegung des Standortes dieses Altglascontainers in der Straße Am Kaninchenberg derzeit ab. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Die Lingener Stadtverwaltung lehnt die Verlegung eines Altglascontainers in der Straße Am Kaninchenberg „zumindest derzeit“ ab. Dies geht aus einem Schreiben von Stadtbaurat Lothar Schreinemacher an den Fraktionsvorsitzenden der Bürgernahen (BN), Robert Koop, hervor.

Die BN hatten diese Forderung in einem Schreiben an Oberbürgermeister Dieter Krone und Schreinemacher erhoben und dies mit Beschwerden über Lärmbelästigungen begründet. „Gestört werden vor allem die Bewohner des Seniorenstifts Curanum und die Nachbarn in den angrenzenden Wohnstraßen“, so Koop in dem Schreiben. Der Container befindet sich in unmittelbarer Nähe des Seniorenheims. Die BN baten darum, das Thema in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses zu behandeln.

Schreinemacher: Bürgerfreundlich

Aus Sicht der Stadt Lingen bestehe ein großes öffentliches Interesse an der Erhaltung des Standortes, so Schreinemacher in dem Schreiben. Ein flächendeckendes Netz von Containerstationen in Lingen diene einerseits der erforderlichen Erfassung von Wertstoffen und darüber hinaus der Vermeidung von „wilden Müllablagerungen“. Es sei auch bürgerfreundlich, zumal auch älteren Bürgern hierdurch eine erreichbare Entsorgungsmöglichkeit geboten werde.

„Lediglich eine Beschwerde“

Wie Schreinemacher weiter ausführte, „liegt lediglich die Beschwerde eines Anwohners […], der dort seit 2016 wohnt, vor. Seitens der Bewohner und Betreiber der angrenzenden Seniorenwohnanlage sind nie Beschwerden vorgetragen worden und diese Einrichtung ist seit 20 Jahren dort ansässig“. Bedauerlicherweise komme es gelegentlich sicherlich trotzdem zu Missachtungen der vorgegebenen Betriebszeiten, auf die seitens des Fachdienstes Umwelt auch künftig weiterhin regelmäßig öffentlich hingewiesen werde, so der Stadtbaurat weiter.

Er wies außerdem darauf hin, dass die Behälter im März gegen Container der Lärmschutzklasse I ausgetauscht worden seien. Die Geräuschemissionen würden hierdurch nachweislich erheblich reduziert Schreinemacher sicherte zu, zum Thema in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses vorzutragen.

Antrag der Bürgernahen

Koop hielt in seiner Antwort auf den Brief die Forderung nach einer Verlegung des Standortes aufrecht: „Unserer Auffassung nach gehören derartige Sammelstellen ebenso wenig in ein Wohngebiet wie in die Reste einer Wallhecke.“ Die BN würden deshalb im Ausschuss einen Antrag auf zeitnahe Aufhebung des Containerstandortes Am Kaninchenberg stellen. Gleichzeitig solle die Verwaltung beauftragt werden, nach einem alternativen Standort zu suchen. „Ganz in der Nähe im Bereich der Kiesbergstraße/ Friedensschule dürfte unseres Erachtens ein optimalerer Standort zu finden sein“, so der Fraktionsvorsitzende der Bürgernahen. Nach Prüfung der Verwaltung stehe im näheren Umfeld aktuell kein Ersatzstandort zur Verfügung, heißt es in Schreinemachers Schreiben.

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