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20.07.2018, 12:15 Uhr KOMMENTAR

Lingen: Finanzierungswege weiterer Aufgaben im Hospiz aufzeigen

Kommentar von Thomas Pertz

Der Verein Lingener Hospiz befindet sich am Universitätsplatz. Foto: Ludger JungeblutDer Verein Lingener Hospiz befindet sich am Universitätsplatz. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Die ambulanten Hospizvereine würden gerne weitere Aufgaben übernehmen. Dazu muss aber die Finanzierung geklärt sein - ein Kommentar.

Die gesetzlich verankerte Förderung der Arbeit der ambulanten Hospizdienste aus den Mitgliedsbeiträgen der Krankenkassen ist zweifellos eine wichtige Stütze der ehrenamtlichen Sterbebegleitung. Die jährlichen Geldüberweisungen in mehrstelliger Höhe sind deshalb ein Grund zur Freude. Die ist aber nicht ungetrübt.

In den Gesprächen mit den Mitgliedern der Hospizvereine ist viel Engagement für Menschen zwischen Leben und Tod herauszuhören. Es ehrt sie, dass sie nicht nur den Betroffenen in den Blick nehmen, sondern auch sein familiäres Umfeld. Das wollen die Vereine, wo es erwünscht ist, auch nach der Beerdigung tun.

Die Finanzierung von Qualifizierungsmaßnahmen für eine Trauerbegleitung zum Beispiel ist jedoch nicht die Aufgabe der Krankenkassen. Aber wessen Aufgabe dann? Die Frage blieb in der Runde im Lingener Hospiz unbeantwortet.

Bislang schließen Spenden von Bürgern die Lücken. Diese Summen schwanken natürlich.

Die Gesprächsrunde zwischen Krankenkasse und Hospizdiensten sollte 2019 deshalb erweitert werden – um Abgeordnete aus der Region des Landes- und Bundestages zum Beispiel. Vielleicht können diese einen Weg aufzeigen, um die Arbeit der ambulanten Hospizdienste zu erleichtern und Angebote wie die Trauerbegleitung auszubauen. Das würde die Freude über die gesetzlich vorgeschriebenen Fördergelder sicher noch vergrößern.


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