Ein Artikel der Redaktion

14 Gesellen losgesprochen Carsten Dulle ist bei den Tischlern Innungssieger

Von Wilfried Roggendorf | 29.07.2014, 18:07 Uhr

Wolfgang Arens, Bereichsleiter der Volksbank Lingen, und Salzbergens Bürgermeister Andreas Kaiser haben zwei linke Hände. Dies haben sie auf der Lossprechungsfeier von 14 neuen Tischlergesellen in den Räumen der Volksbank zugegeben. Damit würdigten sie die Leistung der jungen Leute in ebenso humorvoller wie besonderer Weise.

Kaiser betonte, dass die Gesellen „für die Zukunft der Menschheit“ verantwortlich seien: „Ohne Handwerk gibt es keine Zivilisation.“ Die Menschen bräuchten Handwerker – vorzugsweise, wenn irgendetwas ausgerechnet am Wochenende kaputt gehe. Die stabile Situation im Tischlerhandwerk biete beste Aussichten. „Das Werkzeug haben sie bekommen. Möblierung, Dekor und Ausbau ihres beruflichen Raumes liegen in ihren Händen.“

Arens bezeichnete die Ausstellung der Gesellenstücke in der Schalterhalle der Volksbank als einen Gewinn. „Die Stücke gibt es nicht beim Möbeldiscounter. Sie machen deutlich, auf welchem hohen Niveau die neuen Gesellen und ihre Ausbildungsbetriebe stehen.“ Erstmals hätten die Kunden der Bank über die Gesellenstücke abstimmen können. Diesen Publikumspreis habe Hendrik Schulte, gefolgt von Jan Hofschlag und Hendrik Müller, gewonnen.

Damit lag der Publikumsgeschmack nahe bei dem der Jury des Wettbewerbs „Die gute Form“. Dieser soll den Stellenwert der Gestaltung im Tischlerhandwerk in das Blickfeld rücken. Den Wettbewerb gewann Jan Hofschlag, der beim „Publikumspreis“ Zweiter wurde. Innenarchitekt Georg Kimmer von der Jury „Die gute Form“ bescheinigte dem Gesellenstück von Hofschlag klare Linienführung, die den Zeitgeist zum Ausdruck bringe.

Innungssieger wurde Carsten Dulle. Er erhielt eine Urkunde, Präsente und einen Gutschein im Wert von 100 Euro der Stiftung „Handwerk und Qualifizierung“ für eine Qualifizierungsmaßnahme. Weiterbildung forderte Obermeister Martin Hülsing von den Gesellen: „Im Beruf, der einem Spaß macht, zu bleiben, aber innerhalb der verschiedenen Innungsbetriebe ruhig einmal zu wechseln, ist Weiterbildung pur.“

Jürgen Korte, Leiter der Berufsbildenden Schulen Lingen, gewerbliche Fachrichtung, zog einen Vergleich zum Titelgewinn der Deutschen bei der Fußball-WM: „Auch ihr Erfolg bei der Gesellenprüfung ist hart erarbeitet, und viele haben dazu beigetragen.“