Filteranlagen am Limit Wasserversorgung im Altkreis Lingen angespannt

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Lingen. Der Wasserverband Lingener Land appelliert angesichts der anhaltenden Trockenheit an seine Kunden, auf das Sprengen des Rasens mit Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz weitgehend zu verzichten.

In einem Gespräch mit unserer Redaktion erläuterte der Technische Leiter Andreas Westerink-Richter die Situation: „Weil wir in unserem Wasserwerk Grumsmühlen Rohwasser aus einem tieferen Grundwasserstockwerk fördern, das von der aktuellen Trockenheit nicht beeinflusst wird, können wir die Versorgung grundsätzlich sicherstellen. Problematisch wäre es aber, wenn zum Beispiel einer der stark beanspruchten Brunnen ausfallen und eine Reparatur längere Zeit in Anspruch nehmen würde.“ Dieses Problem hätten aber alle Wasserversorgungsunternehmen in der Region.

Wasserverbrauch um 50 Prozent gestiegen

Nach seinen Angaben speist der Verband derzeit in 24 Stunden 24.000 bis 26.000 Kubikmeter Trinkwasser in das Versorgungsnetz ein. „Das sind etwa 50 Prozent mehr als der durchschnittliche Wasserverbrauch, der bei etwa 14.000 bis 16.000 Kubikmeter pro Tag liegt. Unsere Filteranlagen sind 20 bis 22 Stunden täglich in Betrieb und damit am Limit.“ Die verbliebene Zeit werde benötigt, um die Filter zurück zu spülen, um das abgeschiedene Eisen und Mangan zu entfernen.

Der Wasserverband Lingener Land versorgt die Gemeinde Emsbüren sowie die Samtgemeinden Spelle, Freren und Lengerich und etwa die Hälfte der Einwohner der Stadt Lingen in den Außenbezirken – für den anderen Teil sind die Stadtwerke Lingen zuständig – mit Trinkwasser. Insgesamt sind etwa 24.000 Haushalte beziehungsweise Kunden angeschlossen.

Auch Stadtwerke appellieren an die Bürger

Unterdessen haben die Stadtwerke Lingen erneut an die Vernunft der Bürger appelliert, mit Trinkwasser sparsam umzugehen. „Konkrete Engpässe gibt es bei den Stadtwerken Lingen nicht“, heißt es in einer Mitteilung. Die Situation sei aber angespannt.


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