Wiedersehen im nächsten Jahr? Extrembotaniker Jürgen Feder berichtet dreimal in Lingen-Darme

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Lingen. Zu den Höhepunkten im Jahresprogramm des Heimatvereins Darme hat der Besuch des wohl bekanntesten deutschen Botanikers und Landschaftspflegers Deutschlands, Jürgen Feder, gehört. Das hat der Verein jetzt mitgeteilt.

Drei Termine hatte der „Spaßbotaniker“, der von mindestens 4000 Pflanzenarten berichten kann, an einem Tag im Lingener Stadtteil Darme angeboten, um einen Teil seines Fachwissens den interessierten Besuchern weiterzugeben. Nach dem großen Erfolg vom vergangenen Jahr in der Emsaue in der Emsstraße hatten Bernd und Manfred Lüken vom Heimatverein erneut eine Veranstaltung mit Feder organisiert.

Großer Andrang

Der Andrang war so groß, dass nach Angaben des Vereins weitaus mehr Teilnehmer mit auf Tour gehen wollten. Doch zugunsten der Mitteilungsqualität wurde eine maximale Anzahl von 35 Personen festgelegt. Für jeden der Gäste war dann jeweils im Anschluss noch genügend Zeit für ein persönliches Gespräch mit dem Botaniker und auch die Möglichkeit eins seiner Bücher zu kaufen, die er im Heimathaus ausgestellt hatte.

Auf Kinder eingestellt

Der Heimatverein war besonders angetan davon, wie sich Feder während seiner Naturführungen immer wieder besonders auf die Anmerkungen der teilnehmenden Kinder einfühlsam einstellte. Trotz der gleichzeitig stattfindenden Fußballweltmeisterschaft, war auch der Abendtermin gut besucht. Spontan hatte sich dann der Extrembotaniker, der von der Leistung des 18-köpfigen Hilfsteams und den Kuchenbäckerinnen sehr beeindruckt war, entschieden, diese auf seine abendliche Naturführung mitzunehmen. Was das Grillteam jedoch nicht eingeplant hatte, war, dass Feder wie so oft die Zeit vergaß, um rechtzeitig zum Grillen am Heimathaus zurück zu sein. So war es schon dunkel, als alle Teilnehmer zurückkehrten, um sich vom Grillfeuer das eine oder andere Würstchen zu genehmigen.

Magerwiese mit seltenen Pflanzen

Beim Frühstück am nächsten Morgen drückte Jürgen Feder seinen Gastgebern nochmals seinen besonderen Dank aus. Jedoch entsann sich der Extrembotaniker an ein Magerwiesenstück aus dem Vorjahr ganz in der Nähe. Hier wollte er noch schnell auf seinem Heimweg ein paar Fotos machen. Nach mehr als drei Stunden kehrte er völlig entfesselt zurück und berichtete von der Magerwiese, die er von der Größe und von der Vielzahl der seltenen Pflanzen noch niemals in Nordwestdeutschland gesehen habe. Gleichzeitig hegte er den dringenden Wunsch, im nächsten Jahr nochmals einen Exkursionstag mit einer „ganz besonderen Qualität“ anzubieten. Den Verein würde es freuen.


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