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16.07.2018, 17:46 Uhr AUF DER B70 IN LINGEN-BIENE

Kosten für die Brücke nicht in die Zukunft verschieben

Kommentar von Thomas Pertz

Andre Feldschnieders ist Ingenieur und Leiter für den Bereich Brücken beim Landesbetrieb Straßen in Lingen. Er sieht Handlungsbedarf an der Brücke in Richtung Holthausen-Biene. Foto: Jessica LehbrinkAndre Feldschnieders ist Ingenieur und Leiter für den Bereich Brücken beim Landesbetrieb Straßen in Lingen. Er sieht Handlungsbedarf an der Brücke in Richtung Holthausen-Biene. Foto: Jessica Lehbrink

Lingen. Für einen Brückenneubau in Lingen-Biene sprechen mehr Gründe, als für eine Sanierung, meint der Kommentator.

Im Sinne eines sparsamen Umgangs mit Steuermitteln muss eine Sanierungsmaßnahme gegenüber einem Neubau nicht die schlechtere Variante sein. Was die Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal in Holthausen-Biene anbelangt, sprechen aber mehr Gründe für einen Neubau als für eine Ausbesserung. Die macht auf lange Sicht nichts besser oder kostengünstiger. Weitere Kosten würden dann nur in die Zukunft verschoben.

Nicht von ungefähr hat das Straßenbauamt deshalb in der Lingener Nachbarschaft anders gehandelt. Die neue Hasebrücke in Haselünne im Zuge der Bundesstraße 213 hat 2,4 Millionen Euro gekostet, viel Geld. Eine Sanierung der alten Brücke hatte sich aber als unwirtschaftlich erwiesen.

Gut möglich, dass die Fachleute der niedersächsischen Landesbehörde für die Brücke in Lingen-Biene zu einem ähnlichen Ergebnis kommen. Das bleibt nun abzuwarten. Zu berücksichtigen ist auch bei der Entscheidung, dass die Entwicklung von Baukosten zumeist nur eine Richtung kennt – nach oben.


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