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05.07.2018, 19:52 Uhr KOMMENTAR

Hagedorn-Umzug innerhalb Lingens ist sinnvoll

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Zu einem Großeinsatz bei der Firma Hagedorn im Lingener Ortsteil Schepsdorf rückten vier Ortsfeuerwehren mit 80 Einsatzkräften aus. Foto: Wilfried RoggendorfZu einem Großeinsatz bei der Firma Hagedorn im Lingener Ortsteil Schepsdorf rückten vier Ortsfeuerwehren mit 80 Einsatzkräften aus. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Jeder Zwischenfall beim Lingener Chemieunternehmen Hagedorn lässt die Frage, ob der Standort im Ortsteil Schepsdorf sinnvoll ist, wieder aufkommen. Ist er nicht, meint unser Kommentator.

Seit 1910 produziert Hagedorn in seinem Werk an der Schepsdorfer Emsschleife. Dieses steht dort somit länger als so manches Wohnhaus in der Nachbarschaft. Mit jedem Zwischenfall in dem Werk flammt die Standortdiskussion aber von Neuem auf. Und Brände und Zwischenfälle gab es dort in den vergangenen 25 Jahren viele – zu viele.

Hagedorn hat offensichtlich trotz aller Bemühungen ein Sicherheitsproblem.

Vor diesem Hintergrund ist der lange Bestand auch kein besonders starkes Argument für den Standort. Das Werk sollte verlegt werden. Es gibt genügend Gewerbe- und Industrieflächen in Lingen, wo es besser aufgehoben wäre. Nach dem im vergangenen Jahr abgeschlossenen Insolvenzverfahren der Hagedorn-Gruppe sollte die Firma über die Investition in einen Umzug ebenso nachdenken wie über noch stärkere Sicherheitsvorkehrungen.


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