Auszeichnung für Ude 38. Hilfstransport für die Ukraine aus Lingen

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Die Direktorin Oxana Ivanivna Hodanovytch (8. von links) vom Unternehmen Actapta dankte den Ukrainefahrern besonders für ihre Hilfe. Foto: Freundeskreis UkrainefahrerDie Direktorin Oxana Ivanivna Hodanovytch (8. von links) vom Unternehmen Actapta dankte den Ukrainefahrern besonders für ihre Hilfe. Foto: Freundeskreis Ukrainefahrer

Lingen. Der „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ hat dank der Hilfe vieler Spender Krankenhausbetten, Rollstühle, Rollatoren, medizinische Hilfsmittel, Sanitätsmaterial und Dinge des täglichen Gebrauchs für den 38. Hilfsgütertransport zusammengetragen. Dazu zählten ebenso 750 Kartons mit Kleidung und Schuhe.

Die Teilnehmer des 38. Hilfsgütertransportes waren laut einer Mitteilung der Stadt Lingen beeindruckt von der Gastfreundlichkeit der ukrainischen Bevölkerung. Sie stellten aber auch fest, dass in der Region Lanivzi, aus der 1941 wahllos 86 junge Männer von 16 bis 18 Jahren zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt worden waren, immer noch Not herrsche. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat waren sie sich trotz der Strapazen während der insgesamt 4000 Kilometer langen Hin- und Rückreise einig, dass sie weiterhin helfen wollen.

Besuch von ehemaligen Zwangsarbeitern in Lingen

Anlass der seit 28 Jahren durchgeführten Hilfsgütertransporte war 1990 der Besuch der ehemaligen Zwangsarbeiter Wasili Ratuschko und Prokopij Feodosewitsch Schafaruk aus Juskivzi in der Westukraine. Sie gehörten zu den 20 Männern aus dem Ort, die wie weitere 262 Fremd- und Zwangsarbeiter sowie 247 Kriegsgefangene aus allen von deutschen Truppen besetzten Ländern von 1940 bis 1945 im ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk Lingen arbeiten mussten.

Unterstützung über alle Fraktionen hinweg

In den mittlerweile 27 Jahren ebbte die Hilfsbereitschaft nicht ab und so startete jetzt der 38. Transport mit zehn Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine. Der „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ zollt all den Menschen Dank und Anerkennung, die Ideell, materiell und finanziell ihr Wirken unterstützen. Lob gebühre auch der politischen Seite Lingens, die das Bestreben des Freundeskreises über alle Fraktionen hinweg unterstütze.

Bislang 100 Teilnehmer an den Transporten

Bei dem Treffen mit der Leiterin des Ukrainischen Roten Kreuzes (URK) in Ternopil, Olexandra Bryhadyr, die für 17 Kreisverbände verantwortlich ist, wartete eine Überraschung auf Hinrikus Ude. Der Präsident des URK hatte ihm im Jahr des 100-jährigen Bestehens des URK eine hohe Auszeichnung verliehen. Ude nahm diese stellvertretend für alle bisher über 100 Teilnehmer von Hilfsgütertransporten entgegen.

Medikamente im Gepäck

Da der Freundeskreis sich auf die Fahnen geschrieben hat, insbesondere vier Projekte, darunter die Sozialstation und das Krankenhaus in Lanivzi sowie die Schule und Sozialstationen in Juskivzi zu betreuen, hatten sie eine große Menge Medikamente im Gepäck, die Apotheker Michael Koop zusammengestellt und gespendet hatte.

Sach- und Geldspenden erbeten

Der „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ bittet weiterhin um Spenden und gewährleistet, dass das Geld zu 100 Prozent vor Ort für die Menschen in der Ukraine eingesetzt wird. Um weiter helfen zu können, benötigt der Freundeskreis neben Sach- auch Geldspenden für weitere Hilfsgütertransporte.

Weitere Auskünfte

Weitere Auskünfte erteilt Hinrikus Ude, Tel. 05906/3369005 und 0160/96902620 oder per E-Mail an Hinrikus.Ude@kabelmail.de und auf www.freundeskreis-der-ukrainefahrer-lingen.de.


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