Besucherplattform neu gestaltet Kein Flugbetrieb in Sommerferien über „Nordhorn-Range“

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Der stellvertretende Platzkommandant von Nordhorn-Range, Hauptmann Andre Büchi (rechts), und Stabsfeldwebel Sylvio Höckert erläutern die Neuerungen an der Besucherplattform des Luft-Boden-Schießplatzes der Bundeswehr. Foto: Wilfried RoggendorfDer stellvertretende Platzkommandant von Nordhorn-Range, Hauptmann Andre Büchi (rechts), und Stabsfeldwebel Sylvio Höckert erläutern die Neuerungen an der Besucherplattform des Luft-Boden-Schießplatzes der Bundeswehr. Foto: Wilfried Roggendorf

Nordhorn. Auf dem Luft-Boden-Schießplatz der Bundeswehr „Nordhorn Range“ beginnt die Sommerpause. Die Besucherplattform am Rande des Platzes ist jetzt neu gestaltet worden.

Am Mittwoch , 27. Juni 2018, fand auf „Nordhorn-Range“ der letzte Übungsbetrieb vor den niedersächsischen Sommerferien statt. Während derer, sie dauern bis zum 8. August, ruht der Flugbetrieb über dem Übungsplatz. „Ab dem 13. August beginnt der Betrieb wieder gleich mit einer größeren Übung“, kündigte der stellvertretende Platzkommandant Hauptmann Andre Büchi jetzt an. „Da dreht dann jemand am Lautstärkeregler“, sagte der Offizier.

Sechs Wochen Pause wegen Vorschriftenänderung

Dass dieser, ausgenommen den Flugbetrieb am Mittwochvormittag, in den vergangenen Wochen quasi auf Null stand, begründete Büchi mit einer internen Vorschriftenänderung der Bundeswehr. „Diese ist uns vor sechs Wochen überraschend quasi auf den Tisch geflattert“, sagte Büchi. Vorher habe bei einem Unfall auf dem Übungsplatz die maximal erlaubte Zeit bis zum Eintreffen des Sanitätsdienstes 30 Minuten betragen. „Diese Zeit ist dann, analog zu den zivilen Regelungen, auf 15 Minuten herabgesetzt worden“, erklärte Büchi weiter.

Eigenen Sanitätstrupp

Da es auf „Nordhorn-Range“ keine sanitätsdienstliche Unterstützung durch andere Einheiten gegeben habe und der zivile Rettungsdienst diesen nicht in 15 Minuten erreiche, hätte der Platz infolge dieser Vorschriftenänderung geschlossen werden müssen. „Jetzt haben wir einen eigenen Sanitätstrupp, der auch über einen geländegängigen Krankenwagen verfügt“, erläuterte Stabsfeldwebel Sylvio Stöckert, wie die Bundeswehr das Problem, von dem nahezu alle Übungsplätze betroffen gewesen seien, gelöst habe.

Besucherplattform neu gestaltet

Neu gestaltet worden ist die Besucherplattform des Übungsplatzes kurz vor der Wache. „Wir wollen damit noch transparenter werden“, begründete Büchi die Maßnahme. Auf zwei Schautafeln werden Besucher über die Geschichte des ehemals britischen Übungsplatzes und das, was die Bundeswehr dort heute macht, informiert. Zudem werden die eingesetzten Fluzeugmuster und die verwendeten Waffen vorgestellt. „Neben der Flugstatistik des letzten Jahres hängt dort auch der aktuelle wöchentliche Flugplan aus“, erklärte Büchi.

Naturfachliche Arbeit auf „Nordhorn-Range“

Auf zwei weiteren Tafeln wird die naturfachliche Arbeit auf „Nordhorn-Range“ vorgestellt. „Den Artenschutz betreiben wir hier gemeinsam mit unserem Projektpartner, dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) „Diese Tafel wird vier Mal im Jahr entsprechend den Jahreszeiten ausgetauscht“, erläuterte Stöckert. Auf der aktuellen Tafel ist auch der Schmetterling des Jahres 2018, der Große Fuchs, zu sehen. „Auch den gibt es bei uns auf dem Übungsplatz“, betonte der Stabsfeldwebel. Auch die Pflege und Entwicklung des Gebietes durch das Bundeswehrdienstleistungszentrum Leer wird dargestellt. „Ziel dessen Arbeit ist es, das Schutzgebiet auf dem Übungsplatz zu erhalten und zu erweitern“, sagte Stöckert.

Betreten auch außerhalb der Übungszeiten verboten

Hauptmann Büchi erinnerte an das Betretungsverbot des Übungsgeländes. „Dies gilt ausdrücklich auch außerhalb des Übungsbetriebs“, betonte er. Durch Blindgänger bestehe beim Berühren, Aufheben oder gar Mitnehmen Lebensgefahr. „Besuchergruppen führen wir nach Anmeldung aber gerne über das Gelände“, erklärte der Offizier abschließend.


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