In Clusorth-Bramhar Kleinste Lingener Grundschule bleibt erhalten

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Der Bestand der Grundschule im Lingener Ortsteil Clusorth-Bramhar ist gesichert. Foto: Jessica LehbrinkDer Bestand der Grundschule im Lingener Ortsteil Clusorth-Bramhar ist gesichert. Foto: Jessica Lehbrink

Lingen. Um die Grundschule Clusorth-Bramhar zu erhalten, reichen die Schülerzahlen aus. Darauf hat Dezernentin Monika Schwegmann in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses) verwiesen.

Für das Schuljahr 2018/2019 werden 25 Schüler erwartet, die nach dem Klassenbildungserlass in zwei Kombiklassen (Klasse eins und zwei sowie Klasse drei und vier werden zusammengefasst) unterrichtet werden. Diese 25 Kinder sind auch exakt notwendig, um zwei Kombiklassen bilden zu dürfen.

Große Freude im Ausschuss

Schwegmann geht davon aus, dass in den nächsten Jahren sogar deutlich mehr als 30 Schüler in Clusorth-Bramhar eingeschult werden; dies besagen auch die Prognose-Tabellen. Im Ausschuss wurde die Nachricht mit großer Freude aufgenommen. So betonte Werner Hartke, dass auch für diesen Lingener Ortsteil weiterhin die Devise „Kurze Wege für kurze Beine“ gelte.

Pestalozzischule wird für einige Jahre weitergeführt

Dass die Pestalozzischule (Förderschule Lernen) in Lingen gemäß einer Entscheidung der Niedersächsischen Landesschulbehörde bis zum Ende des Schuljahres 2022/2033 fortgeführt werden kann, wurde im Ausschuss ebenfalls einhellig begrüßt. Die bisherige Schulleiterin Gerda Arens wechselt zum 1. August als Rektorin an die Vechtetalschule Nordhorn – Förderschule Geistige Entwicklung. Die Leitung der Pestalozzischule übernimmt ab dem 1. August der Rektor der Hermann-Gmeiner-Schule Emsbüren, Jan Riestenpatt.

Bekenntnis zur Inklusion

Jürgen Herbrüggen (CDU) und Susanne Janßen (SPD) bekannten sich zur Inklusion in Regelschulen, machten aber zugleich darauf aufmerksam, dass es Kinder gebe, die in einer Förderschule besser unterstützt werden könnten. Nach Auffassung von Thomas Kühle (Grüne) muss der Gesetzgeber dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Inklusion in den Regelschulen verbessert werden.

Sprachförderung in den Kitas wird verstärkt

Dass die vorschulische Sprachförderung künftig noch stärker von den Kindertagesstätten (Kitas) geleistet werden soll, wurde im Ausschuss zwar grundsätzlich positiv gesehen, allerdings verwies Fachbereichsleiter Frank Botterschulte darauf, dass es enorme Kraftanstrengungen bedürfe, diese Aufgabe bereits zum 1. August umzusetzen, wie es das Land fordere. „Es erscheint fraglich, ob gleichzeitig zum Ausbau der Kita-Angebote in der Stadt Lingen überhaupt zusätzliche Kräfte angesichts des Fachkräftemangels zu finden sein werden, die die bisherigen Aufgaben der Lehrkräfte in den Grundschulen übernehmen.“

„Sprachanlässe schaffen“

Der Verwaltung zufolge will die Sprachförderung die Kinder dort abholen, wo sie sind und Sprachanlässe schaffen – in der Spielecke, beim Frühstücksgespräch, beim Basteln oder auf dem Weg zum Spielplatz. In wenigen Einzelfällen blieben auch die Grundschulen gefordert, nämlich immer dann, wenn Schüler mit Sprachdefiziten vorher keine Kita besucht hätten, erklärte Botterschulte.

Grundschule Bramsche weiter von Vandalismus betroffen

Elternvertreter Volker Hüsing berichtete, dass an der Grundschule Bramsche weiterhin Vandalismus verübt werde. Laut Botterschulte soll durch gezielte Beobachtungen versucht werden, den oder die Täter zu ermitteln.

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