LWH-Programm 2018/19 Reiz und Gefahr der Selbstoptimierung Thema in Lingen

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Lingen. Autonomes Fahren, Pflegeroboter, Industrieproduktion ohne Menschen? Künstliche Intelligenz und das Thema Selbstoptimierung stehen im Mittelpunkt des neuen Halbjahresprogramms des Ludwig-Windthorst-Hauses in Lingen. Insgesamt werden von August 2018 bis Januar 2019 rund 180 Veranstaltungen angeboten.

„Wir setzen uns oft mit der Frage unter Druck, wie wir selber besser, erfolgreicher, effizienter werden können“, erklärte Akademiedirektor Michael Reitemeyer die aktuelle Schwerpunktsetzung. „Das umfasst alle möglichen Dimensionen unseres Lebens, beispielsweise Gehirndoping, Schönheitsideale oder beruflichen Erfolg.“ Auch die Frage, ob die Menschen in Zeiten von künstlicher Intelligenz nur noch ein Anhängsel von Maschinen seien, würde im kommenden Halbjahr von mehreren Seiten beleuchtet. Diese Entwicklungen seien vergleichbar mit den Änderungen im Zuge der industriellen Revolution.

Motto „Ich (un)verbesserlich“

12 der 180 im jetzt vorgestellten Programmheft veröffentlichten Veranstaltungen zwischen August und Januar widmen sich dem Schwerpunktthema „Ich (un)verbesserlich“. Als Beispiele nannten die Studienleiter des Ludwig-Windthorst-Hauses (LWH) Veranstaltungen zur künstlichen Intelligenz („Das wichtigste Gespräch unserer Zeit?“), zum Transhumanismus („Der Mensch als Cyborg“) oder zum autonomen Fahren („Wenn die Technik am Steuer sitzt“). Um körperliche Selbstoptimierung wird es auf Akademieabenden zum Hirndoping und zum Erfolgswahn im Sport gehen.

30 Akademieabende

Die zwölf Veranstaltungen zum Halbjahresthema werden ergänzt durch 30 Akademieabende zu aktuellen Themen und Kulturveranstaltungen, 68 Angebote des Kompetenzzentrums für Lehrerfortbildung, 38 politisch-gesellschaftliche, 26 pädagogischen und 12 theologischen Veranstaltungen. So werden unter anderem die Säkularisierung der niederländischen Gesellschaft, die Herkunft und Wirkung von Verschwörungstheorien, die Öffentlichkeitsarbeit und waldpädagogische Angebote in Kitas oder Lernstrategien für Schüler thematisiert.

Auch Ausstellungen im LWH

Daneben wird es auch wieder Ausstellungen im LWH geben. So wird der Foto- und Videokünstler Christoph Brech vom 15. August bis 28. September Fotografien aus Rom ausstellen, die meist an Orten entstanden sind, die normalen Besuchern verschlossen blieben.

26.500 Gäste in 2017

Das in einer Auflage von 6500 Stück erschienene Halbjahresprogramm der katholisch-sozialen Akademie des Bistums Osnabrück ist ab sofort im LWH sowie an vielen öffentlichen Stellen in Lingen, Meppen und Osnabrück erhältlich. Sämtliche Veranstaltungen sind auch unter www.lwh.de abrufbar. 2017 besuchten rund 26.500 Personen das LWH, diese sorgten für 39.600 anrechenbare Teilnehmertage (Seminartag inklusive Übernachtung). 79 Personen arbeiten im LWH.


Neues und Besonderes bis Ende 2018 im LWH

Die Veranstaltungen zum Halbjahresthema starten im September mit einem Gespräch zur Technik der „Zukunft mit Algorithmen und künstlicher Intelligenz“ und zur „Genschere – optimal für Kranke oder Menschen nach Maß?“. Zur Selbstoptimierung spricht der Medizinethiker Kipke im Oktober wie der Theologe Kläden zum Thema „Mensch als Assistent künstlicher Intelligenz?“. Der Mensch als Cyborg, das Dilemma der körperlichen Selbstoptimierung, die Themen Designerbaby und autonomes Fahren werden im November behandelt. Den Abschluss bildet im Januar das Thema „Sport und Depression“ mit einem Referenten der Robert-Enke-Stiftung.

Weitere Höhepunkte sind unter anderem eine berufsbegleitende und zudem kostenlose Weiterbildung zu psychologischen Basiskompetenzen für Sozialberufe, eine Gedenkstättenfahrt für Menschen mit Behinderung nach Bergen-Belsen, ein Fachtag Sexualität und eine Studienfahrt für Lehrer nach Finnland, Verhaltenstipps bei an Demenz erkrankten Personen sowie ein Familien-Adventswochenende mit dem Musiker Oliver Fietz.

Nähere Informationen und Anmeldungen im LWH unter Tel. 0591/61020, www.lwh.de sowie per E-Mail info@lwh.de

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