Elisabeth Grote geht in Ruhestand Zwei Jahrzente lang das Gesicht der Grundschule Clusorth-Bramhar

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Ein breites Lächeln hat Elisabeth Grote auf dem Gesicht, auch wenn es ihr sicherlich schwerfällt, ihren Beruf als Rektorin der Grundschule Clusorth-Bramhar hinter sich zu lassen. Foto: Jessica LehbrinkEin breites Lächeln hat Elisabeth Grote auf dem Gesicht, auch wenn es ihr sicherlich schwerfällt, ihren Beruf als Rektorin der Grundschule Clusorth-Bramhar hinter sich zu lassen. Foto: Jessica Lehbrink

Lingen. Zwei Jahrzehnte lang ist Elisabeth Grote als Rektorin das Gesicht der Grundschule in Clusorth-Bramhar gewesen. Mit einer kleinen und sehr persönlichen Feier ist sie nun in den Ruhestand verabschiedet worden.

Die kleinste, aber dafür einer der feinsten Schulen in Lingen ist laut Oberbürgermeister Dieter Krone die Grundschule in Clusorth-Bramhar – und daran ist Elisabeth Grote maßgeblich beteiligt gewesen. „Ihre Tätigkeit als Schulleiterin war kein x-beliebiger Job für Sie, sondern eine Aufgabe, der Sie sich mit Herzblust gewidmet und die Sie mit vollem Einsatz bewältigt haben“, führte Krone seine lobenden Worte an Grote weiter aus. Stets habe sie das Wohl der Schule im Blick gehabt.

Das weiß auch Ortsbürgermeister Dieter Krieger, der sich noch gut darin erinnert, dass auch oft um 22 Uhr abends noch das Licht in der Schule brannte, weil Grote einige Arbeiten erledigte. Nicht nur in der Schule, sondern in der ganzen Dorfgemeinschaft habe sie eine besondere Stellung. „Dein Wort zählt hier in Clusorth-Bramhar“, betonte Krieger. Dankende Wort gab es auch von Elternvertreterin Maria Vehring und von Pastor Thomas Kick, der Grotes Einsatz für die Kinder lobte, damit diese sich frei entfalten können.

Arbeitsplatz vor der Haustür

28 Jahre lang musste die heute 64-Jährige nur einige Schritte aus ihrer Tür machen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Praktisch – und zu seiner Zeit auch einer der Gründe, warum Grote das Angebot für die Leitung an der Grundschule 1998 annahm, wie Regierungsschuldirektorin Jutta Reinhardt in ihrer Rede anführte.

Sinkende Schülerzahl

Grote ist Mutter von vier Söhnen und mittlerweile auch Großmutter eines kleinen Jungen. „Übrigens besuchten alle meine vier Kinder hier die Grundschule vor Ort. Sie hatten es nicht gerade leicht, wenn Mama dann auch noch die Klassenlehrerin war, weil es sich schulisch nicht anders organisieren ließ“, sagte Grote. Schwierig sei die schulische Situation schon sehr lange. Die Schülerzahl sank stetig. Heute besuchen 25 Kinder die Grundschule in Clusorth-Bramhar. Aufgrund der geringen Schülerzahl werden sie in sogenannten Kombiklassen unterrichtet (Klasse 1 und 2 sowie Klasse 3 und 4 sind zusammengefasst). Der Unterrichtsqualität tue dies keinen Abbruch – im Gegenteil, sagte Krieger: „Wir hören von weiterführenden Schulen immer wieder, dass sich Kinder aus Clusorth-Bramhar sehr gut machen.“ Krieger ist besonders froh über die kürzlich getroffene Entscheidung, dass es mit der Grundschule auch im nächsten Jahr mit 25 Kindern weitergeht.

Rührende Aufführungen der Kinder

Es waren auch die Kinder, die den Charme der Abschiedsfeier für ihre Frau Grote ausmachte. Einstudierte Lieder, ein Theaterstück und ein rührender Dank, mit vielen Fragen der Schüler, wer sich nun um all die Kleinigkeiten kümmert, machten deutlich, dass Elisabeth Grote nicht zu ersetzen sein wird.


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