Maßnahme gegen Vandalismus Überwachungskameras in der Bahnunterführung in Lingen

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Überwachungskameras in der Lingener Bahnunterführung sollen bei der Ermittlung möglicher künftiger Randalierer helfen. Foto: Thomas PertzÜberwachungskameras in der Lingener Bahnunterführung sollen bei der Ermittlung möglicher künftiger Randalierer helfen. Foto: Thomas Pertz

Lingen. In der Bahnunterführung in Lingen sind Überwachungskameras installiert worden. Sie sollen bei der Ermittlung von Tätern bei künftigen möglichen Sachbeschädigungen helfen.

Darauf wies Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone in der Sitzung des Stadtrates am Mittwoch hin. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Sachbeschädigungen an den Glaswänden gekommen, die aufwendig repariert werden mussten. Deren stimmungsvolles Farbenspiel hatte bei der offiziellen Freigabe der Fußgänger- und Radfahrerunterführung am 6. November 2007 viele Bürger beeindruckt. Der Oberbürgermeister verwies darauf, dass die Installation der Kameras datenschutzrechtlich zulässig sei.

„Blackbox“-Verfahren

Wie Erster Stadtrat Stefan Altmeppen am Donnerstag auf Nachfrage der Redaktion zusätzlich erläuterte, sind in der Unterführung insgesamt drei Kameras installiert worden. Darauf weisen auch entsprechende Hinweisschilder hin. Eine vierte Kamera werde in den nächsten Tagen im Bereich des Theo-Lingen-Platzes eingerichtet. Die Aufnahmen würden im sogenannten „Blackbox“-Verfahren erfolgen: „Die Kamera zeichnet 72 Stunden lang auf, danach werden die Aufnahmen überschrieben“, sagte Altmeppen. Die Aufnahmen würden in verschlüsselter Form abgespeichert. Es sei nicht möglich, diese anzusehen – es sei denn, sie würden entschlüsselt, was nur in einem konkreten Schadensfall im Beisein der Polizei erfolgen dürfe. „Es muss also niemand Angst haben, dass er dort permanent beobachtet wird“, betonte der Jurist. Die Stadt erhoffe sich von den Kameras aber durchaus eine abschreckende Wirkung. Der Erste Stadtrat bezifferte die Vandalismusschäden im Bereich der Unterführung in den vergangenen zehn Jahren auf rund 210000 Euro.

Oberbürgermeister Krone äußerte sich in der Ratssitzung auch zum inzwischen wieder reparierten Aufzug in der Unterführung. Dort war es als Folge eines schweren Unwetters Ende Mai zu einem Wasserschaden gekommen, der zum Ausfall der Anlage geführt hatte. Ähnlich war es Ende letzten Jahres gewesen. Die Folge waren Reparaturen, die sich über Wochen hinzogen. Anders dieses Mal: Der Oberbürgermeister lobte ausdrücklich die Kommunikation mit dem zuständigen Leiter der DB Service und die zügige Reparatur. Seit dem 15. Juni ist der Aufzug wieder im Betrieb.

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