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25 Jahre Vorsitz der SPD-Fraktion Politik ist stolz auf Hajo Wiedorn

Als Mann der klaren Worte, der zugleich fair mit dem politischen Gegner umgeht, gilt der SPD-Fraktionsvorsitzende im Lingener Stadtrat, Hajo Wiedorn. Gestern erhielt er die Willy-Brandt-Medaille. Von links: Gerd Will, Jürgen Schonhoff, Hajo Wiedorn, Dr. Bernhard Bendick, Ingeborg Wiedorn, Hermann-Otto Wiegmann und Ursula Haar. Foto: Ludger JungeblutAls Mann der klaren Worte, der zugleich fair mit dem politischen Gegner umgeht, gilt der SPD-Fraktionsvorsitzende im Lingener Stadtrat, Hajo Wiedorn. Gestern erhielt er die Willy-Brandt-Medaille. Von links: Gerd Will, Jürgen Schonhoff, Hajo Wiedorn, Dr. Bernhard Bendick, Ingeborg Wiedorn, Hermann-Otto Wiegmann und Ursula Haar. Foto: Ludger Jungeblut

lj Lingen. Hajo Wiedorn (69) war gerührt und stolz. „Ich freue mich unheimlich“, sagte er, als ihm der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Jürgen Schonhoff, gestern die Willy-Brandt-Medaille wegen besonderer Verdienste um die Sozialdemokratie verlieh.

Am 19. September 1985 war Wiedorn zum ersten Mal zum Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Lingener Stadtrat gewählt worden. Seit dieser Zeit, also 25 Jahre, hat er dieses Amt inne. Dieses ungewöhnliche Jubiläum war Anlass für Parteifreunde und langjährige politische Weggefährten, dem sozialdemokratischen Urgestein zu danken.

Seit dem 1. Januar 1963 ist der gebürtige Schlesier Mitglied der Lingener SPD. Neben verschiedenen Ämtern ist der frühere Postbeamte auch in vielen anderen Bereichen ehrenamtlich aktiv, so in der Siedlergemeinschaft Biene. Er gehört nicht nur seit 1977 dem Stadtrat, sondern seit dieser Zeit auch dem Ortsrat Holthausen-Biene an. Außerdem engagierte er sich gewerkschaftlich und war mehrere Jahre in den Kreistagen Lingen und Emsland vertreten. Große Verdienste erwarb er sich in der Ukrainehilfe. „Ich freue mich, dass es den Menschen dort allmählich besser geht“, sagte Wiedorn. Ein großes Anliegen sind ihm zudem Lingens Partnerstädte. Er lud immer wieder Gäste zu sich nach Hause ein.

Der Grafschafter SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Will verwies darauf, dass Hajo Wiedorn aus einem zutiefst sozialdemokratischen Elternhaus stammt. So zählten seine Eltern zu den Freunden des Sozialdemokraten und späteren Reichstagspräsidenten Paul Löbe. „Hajo hat als kleines Kind bereits bei Paul Löbe auf dem Schoß gesessen. Da war der Werdegang in diesem politischen Umfeld gewissermaßen vorprogrammiert.“ Will bezeichnete Wiedorn als politischen Denker, der mit preußischen Tugenden die Fraktion führe. „Hajo ist ein weit über die Grenzen Lingens engagierter und anerkannter Kommunalpolitiker, auf den wir alle gemeinsam – nicht nur Sozialdemokraten – stolz sein können.“

Lingens Erste Bürgermeisterin Ulla Haar bezeichnete Hajo Wiedorn als „Kommunalpolitiker mit Leib und Seele.“ Wörtlich sagte die Bürgermeisterin: „Kompetent, erfahren und superfleißig hast du die Kommunalpolitik in unserer Stadt entscheidend vorangebracht.“ Bei allem politischen Streit habe der SPD-Fraktionsvorsitzende nie verletzend argumentiert.

Weitere Grußworte hielten Dr. Bernhard Bendick (stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender), Swenna Vennegerts (CDU-Fraktionsvorsitzende), Hans-Arno Bavink (FDP-Fraktion), Michael Fuest (Grüne-Fraktion), der frühere Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring und der ehemalige DGB-Kreisvorsitzende Helmut Hartmann, der jetzt Vorsitzender der DGB-Region Schleswig-Holstein/Nordwest ist. In allen Beiträgen kam die große Wertschätzung zum Ausdruck, die der Geehrte genießt. Hajo Wiedorn selbst dankte seiner Ehefrau Ingeborg, dass sie ihn immer in seiner politischen Arbeit unterstützt habe. Er ermunterte junge Menschen dazu, kommunalpolitisch aktiv zu werden, weil sie dadurch Gelegenheit bekämen, in vielen Bereichen dazuzulernen.

Für die langjährige Zusammenarbeit bedankte er sich namentlich bei den Kommunalpolitikern Robert Koop, Michael Fuest sowie dem früheren DGB-Kreisvorsitzenden Helmut Hartmann und der ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten Elke Müller.


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