Ein Bild von Thomas Pertz
21.06.2018, 17:33 Uhr KOMMENTAR

Kameras mit abschreckender Wirkung

Kommentar von Thomas Pertz

Kameras sind in der Fußgänger- und Radfahrerunterführung am Lingener Bahnhof untergebracht worden. Foto: Thomas PertzKameras sind in der Fußgänger- und Radfahrerunterführung am Lingener Bahnhof untergebracht worden. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Es bleibt zu hoffen, dass die installierten Kameras in der Fußgänger- und Radfahrerunterführung in Lingen ihre Wirkung erzielen, meint der Kommentator.

Wie eine künstlerische Inszenierung – so wirkte die Eröffnung der Bahnunterführung in Lingen Ende 2007 auf viele Besucher. Bei diesem Eindruck ist es im Laufe der Zeit leider nicht geblieben. Häufig sind die Glasscheiben beschädigt worden, oft blieb es statt des bunten Lichterspiels beim tristen Grau. Auch das Theo Lingen-Porträt auf dem gleichnamigen Vorplatz wurde von Vandalen nicht verschont.

Deshalb ist es auch zu begrüßen, dass Überwachungskameras dort nun eine Möglichkeit bieten, im Falle erneuerter Beschädigungen den oder die Täter ermitteln zu können. Dass sie außerdem die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger in Randzeiten wie am späten Abend oder frühen Morgen erhöhen, ist ein weiterer positiver Effekt.

Dass es so lange gedauert hat, hatte wohl weniger technische und mehr rechtliche Gründe. Der Grat ist schmal zwischen der notwendigen Überwachung im Sinne von Abschreckung und Straftatenvermeidung und dem Überwachungsstaat, den keiner will. Eine „Überwachungs-Stadt“ möchte übrigens auch niemand.

Da diese rechtlichen Dinge nach Angaben der Verwaltung sauber abgeklärt sind, bleibt nun zu hoffen, dass die Kameras die gewünschte Wirkung erzielen.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN