Entwicklung schreitet schnell voran Was die Digitalisierung bei der Volksbank Lingen schon verändert hat

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Die Digitalisierung hat bei der Volksbank in Lingen viel verändert. Mobiles Banking gehört mittlerweile schon zum Alltag. Symbolfoto: dpaDie Digitalisierung hat bei der Volksbank in Lingen viel verändert. Mobiles Banking gehört mittlerweile schon zum Alltag. Symbolfoto: dpa

Lingen. Was Digitalisierung im Bankgewerbe bedeutet, kann Hermann Heitker in bestimmten Größen beschreiben. Auf Karteikarten in DIN-A3-Format hat er 1978 bei seinem Dienstantritt bei der Volksbank in Bawinkel die Kontoumsätze der Kunden eingetragen. Heute genügen ein paar Wischbewegungen auf dem handlichen Smartphone. Schon öffnet sich das elektronische Postfach und alle Kontobewegungen werden für den Besitzer und Kunden sichtbar.

Die Digitalisierung hat in der Volksbank und anderen Geldinstituten viel verändert, Arbeitsabläufe überflüssig gemacht oder geschaffen. Den Beruf der Informatik-Kauffrau, den seine Kollegin Stefanie Swafing ausübt, hat es zum Berufseintritt von Heitker noch gar nicht gegeben.

Die elektronische Datenverarbeitung steckte quasi noch in den Kinderschuhen. „Da kamen Kartons voller Telefon-, Strom- und Gasabrechnungen, die in einer Rechenmaschine gebucht werden mussten – links die Kontonummer, rechts der Betrag“, blickt Heitker zurück. Diese so erstellten Klarschriftstreifen wurden dann abends mit dem Taxi zum Rechenzentrum nach Oldenburg gefahren, ebenso die Schecks und Überweisungsvorschriften als Beleg. „Die Kontoauszüge plus Anlagen und Kontoabrechnungen kamen anschließend in der Nacht wieder mit dem Taxi in die Bank zurück.“

Den digitalen Wandel begleiten (von links) Hermann Heitker, Sonja Wilmes und Stefanie Swafing. Foto: Thomas Pertz

Digitalisierungsteam

Heute gibt es ein Digitalisierungsteam in der Bank. Bestehend aus Stefanie Swafing, der Firmenkundenberaterin Sonja Wilmes und vier weiteren Kollegen. „Wir sollen Trends erkennen und aufpassen, dass wir keinen Zug verpassen“, beschreiben die beiden die Aufgabe des „Digi-Teams“. Dabei schauen sie, was alles digital abgebildet werden kann, welche Neuerungen es zum Beispiel im Bereich der Apps gibt, die von genossenschaftlichen Verbundpartnern angeboten werden. „Und wir schulen die ,Digi‘-Lotsen unterschiedlichen Alters in den Abteilungen der Bank“, erläutern sie. Diese Lotsen geben den Kollegen ihr Wissen weiter.

Und diese wiederrum an die Kunden: Welche Möglichkeiten es zum Beispiel gibt in der digitalen Vermögensverwaltung, beim kontaktlosen Bezahlen mit dem Smartphone, bei der Kontoverwaltung auf dem Handy.

Firmenkundenberaterin Wilmes verweist in diesem Zusammenhang auf die „Omni-Kanal-Strategie“ der Bank: „Der Kunde bestimmt, auf welchem Weg er mit uns arbeiten möchte. Persönlich in der Bank, online oder persönlich zu Hause beziehungsweise im Unternehmen. Überall stehen heute Kunden und Beratern die notwendigen Informationen für eine qualifizierte Beratung zur Verfügung.“

Wenn der Kunde in die Bank kommt, findet er dort das gesamte Datenmaterial für seine Beratung vor – aber eben auch zu Hause beim Besuch des Kundenberaters. Dann ruft Wilmes die Daten eben auf dem Tablet ab. „Wir wollen die digitalen Möglichkeiten nutzen, um mehr Zeit für die Beratung des Kunden zu haben“, betont sie.

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Digitalisierung bei der Volksbank im Zeitraffer

Mitte der 70er Jahre: Beginn der Datenverarbeitung

1983: Erste Computer in der Volksbank Lingen

1984/85: Einführung von BTX und die Möglichkeit, zeitversetzt Börsenkurse abzurufen

1984: Erster Kontoauszugsdrucker bei der Volksbank Lingen

1985: Erster Geldausgabeautomat

Ende der 80er: Einführung von Selbstbedienungsterminals für Überweisungen

1996: Erster Internetauftritt

2002: Ende des Euroschecks, Zahlungen erfolgten nur noch per Karte

Ab 2009: Das Datenmanagementsystem (DMS) scannt alle Kundendokumente, die ausgedruckt worden sind und aufbewahrungspflichtig sind

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