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20.06.2018, 17:36 Uhr FÜR RADFAHRER

Die probeweise Öffnung der Fußgängerzone in Lingen ist ein Versuch wert

Kommentar von Wilfried Roggendorf

In Emsdetten hat man mit der probeweisen Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer im Herbst 2017 bislang gute Erfahrungen gemacht. Foto: Emsdettener VolkszeitungIn Emsdetten hat man mit der probeweisen Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer im Herbst 2017 bislang gute Erfahrungen gemacht. Foto: Emsdettener Volkszeitung

Lingen. Die probeweise Öffnung der Lingener Fußgängerzone für den Radverkehr nach dem Vorbild Emsdettens wäre einen Versuch wert, meint unser Kommentator.

Der Blick nach Emsdetten lohnt. Die 36.000 Einwohner zählende Stadt hat im September 2017 ihre Fußgängerzone probeweise für ein Jahr für den Radverkehr freigegeben und damit bislang überwiegend gute Erfahrungen gemacht. Dieses Beispiel sollten sich Rat und Verwaltung der Stadt Lingen einmal näher anschauen. Einen solchen Versuch auch in Lingen zu wagen, kann nicht verkehrt sein und könnte viel Dampf aus einer Jahrzehnte andauernden Diskussion nehmen.

Denn gefährlich sind nicht Radfahrer, die sich in der Fußgängerzone angemessen verhalten, sondern die, die sie mit einem Radschnellweg verwechseln. Davon gibt es auch trotz des Verbotes, dort tagsüber zu fahren, einige. Das Problem ist die mangelnde Kontrolle. Ob versuchsweise Öffnung oder nicht: Daran muss sich etwas ändern.


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