Beirat Spielräume hat getagt Spielplätze in Lingen sind in einem guten Zustand



Lingen. Der Pflegezustand der Spielplätze in Lingen ist gut und an einer weiteren Optimierung wird beständig gearbeitet. Dies waren die Kernaussagen von Stadtverwaltung und Vertretern der Firma Reholand in der jüngsten Sitzung des Beirates Spielräume.

Herbert Kuer und Andreas Odendahl von Reholand, das Tochterunternehmen des SKM unterzieht die Spielplätze einer wöchentlichen Sichtkontrolle und führt jährlich eine umfangreichere Hauptinspektion durch, berichteten im Beirat über die Ergebnisse. „Wir haben 107 Spielplätze in der Stadt inspiziert. Einige Altgeräte müssen ausgetauscht, andere repariert werden“, erklärte Odendahl. Dies sei beispielsweise bei den Spielplätzen am Borgelweg und der Feuerdornstraße in Schepsdorf der Fall. Es gebe kaum Vandalismus. „Aber wir haben Probleme mit Hundebesitzern, die die Tüten mit den Hinterlassenschaften ihrer Tiere überall hinschmeißen“, sagte Odendahl.

31.000 Euro für Austausch und Reparaturen

Silke Hüter vom Fachdienst Jugendarbeit betonte, dass für Austausch und Reparaturen rund 31.000 Euro ausgegeben werden müssten. „Das ist deutlich weniger als in den letzten Jahren und es gibt keinen Investitionsstau“, sagte Hüter. Laut Stadtkämmerin Monika Schwegmann sind im Haushalt 2018 der Stadt 105.000 Euro für die Spielplätze eingestellt. Hüter gab einen Rückblick auf die wesentlichen im Jahr 2017 durchgeführten Maßnahmen: „Wir haben die Spielplätze am Pirschweg in Altenlingen, am Himbeerenweg in Brögbern und an der Wilhelmshöhe ertüchtigt und zahlreiche Ersatzbeschaffungen von Spielgeräten getätigt.“ 2018 gehe es weiter. „Der Spielplatz an der Heinrich-Voß-Straße in Brögbern ist bereits aufgewertet worden“, sagte Hüter.

Weitere Maßnahmen geplant

Geplant seien weitere Maßnahmen: „Derzeit laufen die Arbeiten am Spielplatz Kolpingstraße. Dort werden die Sitzgruppe und Schaukeln ersetzt und ein neues Sandspielgerät aufgestellt“, erklärte Hüter. Am Spielplatz Pölkerskamp in Altenlingen werde demnächst der Sandspielbereich erweitert und eine Wasserpumpe installiert. „Die Pumpe war ein Wunsch in einem Schreiben von Kindern, das wir erhalten haben“, sagte Hüter. Der in der Brögberner Alpenrosenstraße gelegene Spielplatz soll neu eine Sitzgruppe, eine Schaukelkombination und eine Seilbahn erhalten. „Die Seilbahn war ein ausdrücklicher Wunsch der Anwohner“, erklärte Hüter. Zudem finanziere der Ortsrat dort einen Bagger aus Edelstahl für den Sandspielbereich. Beim Spielplatz an der Heugrabenstraße in Hüvede sei geplant, den Sandkasten zu erweitern und mit einem Sandspielgerät auszustatten. Die gleichen Maßnahmen sind beim Spielplatz an der Straße Am Strubbenberg in Darme vorgesehen. Zudem solle am Dieksee in Laxten ein neuer Bolzplatz entstehen.

Kleinere Spielgeräte beim Parkhügel

Anna Günnemann vom Arbeitskreis Innenstadt des Lingener Kinder- und Jugendparlamentes schlug vor, im neu gestalteten Bereich des Machuriusbrunnens am Lingener Parkhügel einige kleinere Spielgeräte aufzustellen. Beiratsvorsitzender Björn Roth (CDU) nannte dies eine gute Anregung: „Dies würde die gemeinsame Aufenthaltsqualität für Jung und Alt dort erhöhen.“ Bei der Einweihung des Areals Anfang Mai hatte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone in Bezug auf Spielmöglichkeiten auf den nahegelegenen Kivelingsspielplatz in der Straße Am Pulverturm verwiesen.

Malwettbewerb veranstalten

Marc Riße von den Bürgernahen (BN) erinnerte sich, vor rund 40 Jahren einmal bei einem Malwettbewerb der Stadt unter dem Motto „Was wünsche ich mir für Spielgeräte?“ ein Spielzeugauto gewonnen zu haben. Der BN-Ratsherr äußerte sich nicht dazu, ob daher seine Faszination für Autos stammt. Riße meinte: „Es ist an der Zeit, so etwas wieder einmal zu machen.“

Spielplätze behindertengerecht einrichten

SPD-Ratsdame Susanne Janßen forderte, in jedem Stadt- und Ortsteil mindestens einen Spielplatz behindertengerecht einzurichten. „Es ist angedacht, dies flächendeckend bei den Grundschulen zu machen“, erklärte Hüter hierzu. Andreas Witt vom Fachdienst Schule und Sport wies darauf hin, dass die Spielgeräte auf Schulhöfen nach Beendigung des Unterrichtes ab circa 15.30 für alle zugänglich wären. Janßen bemängelte, die Barrierefreiheit der Lingener Spielplätze stehe nicht im Fokus. „Hier müssen wir mehr tun“, verlieh die Sozialdemokratin ihrer Forderung Nachdruck. Georg Lohmann (CDU) begrüßte dieses Anliegen grundsätzlich, wies aber der daraufhin, das nicht für jede Art einer Behinderung alles barrierefrei gemacht werden könne. „Oft genügt es vielleicht schon, kleinere Hindernisse wie Stolperkanten zu beseitigen“, schlug der Ratsherr vor.


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