Architektenwettbewerb Mehr Campus als Gewerbegebiet: „Synergy Park Lühn“ in Lingen


Lingen. Das Architektenbüro Lava aus Berlin ist die Siegerin im Architektektenwettbewerb, den das Lingener Bauunternehmen Lühn zur Errichtung des neuen „Synergy Park Lühn“ an der B70 im Ortsteil Bramsche errichten will.

Einzelheiten erläuterten Vertreter der Jury am Dienstagnachmittag nach der Entscheidung des Preisgerichtes in der Halle IV. Das Familienunternehmen, dessen Betriebsgelände sich derzeit an der Rheiner Straße in der Stadt befindet, plant im Bereich der Rheiner Straße/Rottumer Straße den Neubau des eigenen Betriebssitzes auf einer Fläche von drei Hektar. Weitere sieben Hektar, die Lühn von der Stadt Lingen erworben hat, dienen der Ansiedlung von Unternehmen, auch Neugründungen, sogenannte Startups. Eine Kindertagesstätte wird es ebenfalls geben, außerdem ein gastronomisches Angebot und Möglichkeiten der sportlichen Betätigung.

„Grünraum und Freitaumangebote verflechten sich mit den Gebäuden. Es entsteht viel mehr ein Campus als ein Gewerbegebiet, welcher die vielfältigen Nutzungen, Gebäudegrößen und öffentlichen Angebote vereint“, heißt es in der Projektbeschreibung. Der Entwurf stieß auf ein einstimmiges Votum in der Jury.

Fachpreisrichter Friedhelm Terfrüchte aus Essen verwies darauf, dass Lingen nicht gerade als „Brennpunkt der Architekturgeschichte“ bekannt sei. Umso bemerkenswerter sei es, dass hier ein Unternehmen im Zusammenspiel mit der Stadt etwas Besonderes versuche: Den Aufbau eines Campus als Ort, wo Arbeitswelten qualitativ hochwertig gestaltet würden und Flächen zur Kommunikation mit Angeboten entstünden, die eher an einen neuen Stadtteil erinnerten. Die Stadt Lingen dokumentiert hier nach seinen Worten eine ganz neue Planungskultur, mit der die Kommune werben könne.

Nach Angaben von Gesellschafterin Annemarie Lühn werden nun alle notwendigen Schritte zur Umsetzung eingeleitet. Bis zum ersten Spatenstich wird es nach Angaben von Wilfried Hockmann, Geschäftsführer bei Lühn, angesichts des Umfangs der Planungen bis 2020 dauern.

Die Kernzone besteht aus vier Gebäuden in der Form abgerundeter Dreiecke: den mit einem Solardach versehenen Betriebshof, die Lühn-Verwaltungszentrale, ein Gebäude für Startup-Unternehmen und eine Kindertagesstätte.

„Alle in der Runde waren begeistert“, fasste Oberbürgermeister Dieter Krone die Stimmung in der Jury zusammen. Das Unternehmen Lühn werde auf dem Areal wie eine Keimzelle wirken, die andere Betriebe oder Neugründungen befruchten könne. „Ein Leuchtturm für Lingen“, betonte der Oberbürgermeister.

Mitglieder der Jury waren als Fachpreisrichter Prof. Dörte Gattermann (Köln), Prof. Manuel Scholl (Zürich), Friedhelm Terfrüchte (Essen) und als stellvertretender Fachpreisrichter Eerke-Ivo Bruns (Leer). Als Sachpreisrichter fungierten Annemarie Lühn, Gesellschafterin der Gerhard Lühn GmbH & Co. KG, und Oberbürgermeister Dieter Krone, als stellvertretende Sachpreisrichter Wilfried Hockmann und Stadtbaurat Lothar Schreinemacher. Heute werden alle Entwürfe von 10 bis 20 Uhr in der Halle IV zu sehen sein und ab dem 25. Juni im Rathaus.

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Jury

Mitglieder der Jury waren als Fachpreisrichter Prof. Dörte Gattermann (Köln), Prof. Manuel Scholl (Zürich), Friedhelm Terfrüchte (Essen) und als stellvertretender Fachpreisrichter Eerke-Ivo Bruns (Leer). Als Sachpreisrichter fungierten Annemarie Lühn, Gesellschafterin der Gerhard Lühn GmbH & Co. KG, und Oberbürgermeister Dieter Krone, als stellvertretender Sachpreisrichter Wilfried Hockmann und Stadtbaurat Lothar Schreinemacher. Heute werden alle Entwürfe von 10 bis 20 Uhr in der Halle IV zu sehen sein und ab dem 25. Juni im Rathaus.

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