Festakt zum 25-jährigen Bestehen Gesamtschule Emsland wünscht sich eine Oberstufe

Eine Bildercollage überreichte Landrat Reinhard Winter(rechts) zum 25-jährigen Bestehen der Gesamtschule Emsland an Schulleiter Martin Weber. Foto: Caroline TheilingEine Bildercollage überreichte Landrat Reinhard Winter(rechts) zum 25-jährigen Bestehen der Gesamtschule Emsland an Schulleiter Martin Weber. Foto: Caroline Theiling

Lingen. Mit einem Festakt hat die Gesamtschule Emsland in Lingen am Dienstag ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Neben einem historischen Rückblick wurde bei vielen Rednern vor allem der Wunsch nach einer eigenen Oberstufe laut.

Viele ehemalige Kollegen und Weggefährten waren in die Aula gekommen, um mit den aktuellen Kollegen das 25-jährige Jubiläum zu feiern. Unter ihnen waren auch Hans-Georg Krupp und Irmgard Monecke, die als „Dreigestirn“, wie es Landrat Reinhard Winter nannte, zusammen mit Burkhard Neesen die Leitung im Gründungsjahr 1993 übernommen hatten. Es sei damals keine einfache Entscheidungsfindung gewesen, sich für eine Gesamtschule auszusprechen, führte der Landrat weiter aus. Denn damals habe der Landkreis in ein millionenschweres Finanzloch geblickt. „Ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass es klappt“, bekannte Winter, der zu der Zeit Schuldezernent war. Im Laufe der Jahre habe sich der Kreistag auch zur Gesamtschule bekannt und im Zuge der Neuordnung der Schullandschaft mehrfach in die Einrichtung investiert. Als außergewöhnlich bezeichnete der Landrat, dass die Gesamtschule bereits im Jahre 2003 die erste Notebookklasse hatte und damit sicherlich ein Vorreiter in Sachen Medienkompetenz war. Heute sei die Gesamtschule Emsland ein wichtiger Bestandteil der Schullandschaft und aus dieser nicht mehr wegzudenken. Für die Zukunft sieht Winter sie optimal aufgestellt.

Neue Herausforderungen

Viele Herausforderungen wie zuletzt mit den Flüchtlingen oder der Inklusion habe die Gesamtschule erfolgreich gemeistert, betonte Thomas Keuter als Vorsitzender des Schulelternrates. „Die nächste wäre nun die Oberstufe“, sagte er unter dem Beifall der Gäste. Dem schloss sich auch Holger Behnen, Vorsitzender des Personalrates, an. Zuvor hatte sich Behnen vor allem bei den Kolleginnen und Kollegen der Gesamtschule für die vergangenen 25 Jahre engagierter und kreativer Arbeit bedankt. Er hob hervor, dass man sich im steten Wandel befinde und sich im Sinne der Schüler immer wieder neu erfinde. Dafür werde weder Veränderung noch Mehrarbeit gescheut, statt in alten Sicherheiten zu verharren. Damit die Gesamtschule weiterhin ein Impulsgeber für die emsländische Bildungslandschaft sein könne, sei die Existenz einer vollwertigen Gesamtschule notwendig.

„Früchte reifen lassen“

Auch Schulleiter Martin Weber richtete seinen Dank an alle Akteure, die dazu beigetragen haben, dass die Gesamtschule Emsland heute als starke, selbstbewusste Schule dastehe. Viel Beifall erhielt er für seinen kritischen Ausblick, in dem er deutlich machte, dass er sich für den individuellen Lernprozess, wie er in der Gesamtschule über Jahre hinweg stattfindet, eine Fortsetzung in einer Oberstufe wünscht. „Die anerkannt positive Arbeit unserer Schule erfährt hier eine Einschränkung. Unsere Schüler verdienen es, die in gesamtschultypischer Art gereiften Früchte in einer eigenen Oberstufe weiter reifen zu lassen.“


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