10,5 Millionen Euro investiert Grundsteinlegung für Wohnanlage des Lingener Stephanushauses

Von Wilfried Roggendorf


Lingen. Im Januar 2018 haben die Bauarbeiten zur neuen Wohnanlage am Stephanushaus in Lingen begonnen. Jetzt erfolgte dort die Grundsteinlegung.

Rund 10,5 Millionen Euro investiert der 1965 von den reformierten und lutherischen Kirchen in Lingen gegründete Verein Evangelische Sozialhilfe als Bauherr in die Wohnanlage. Diese wird nach Fertigstellung von der Stephanushaus gGmbH betrieben werden. Vereinsvorsitzender Heiko Harms-Ensink hatte bei der Grundsteinlegung, zu der die männlichen Ehrengäste angesichts von Temperaturen jenseits der 30 Grad ohne die sonst obligatorischen Krawatten und Sakkos erschienen waren, viel Lob für die Bauarbeiter übrig. „Was die auf dem Bau leisten, ist Wahnsinn“, sagte Harms-Ensink.

Konstruktive Verhandlungen mit der Stadt

In dem vom Architekturbüro Schröder und Wenning aus Schüttorf geplanten und von dem Bauunternehmen Büter Aus Ringe errichtetn Gebäude entstehen 60 Wohneinheiten in einer Größe von 50 bis 80 Quadratmetern. „In dem Projekt ist auch ein 131 Quadratmeter großes Café, das die Bäckerei Sundag aus Schüttorf betreiben wird, enthalten“, erklärte Harms-Ensink. Zudem gebe es 14 Plätze in der Tagespflege. Harms Ensink wies darauf hin, dass die Verhandlungen mit der Stadt Lingen beim Bauantrag konstruktiv und offen verlaufen seien.

Krone: Konzept gehört die Zukunft

Ziel des Vorhabens zwischen Thüringer und Hannoveraner Straße sei es, den Bewohnern möglichst viel Eigenständigkeit zu lassen, ihnen Sicherheit zu garantieren und sie, falls gewünscht, umfassend zu versorgen. Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone betonte, dass es in Lingen eine solche Kombination von ambulanter Pflege und betreutem Wohnen, zumindest in dieser Größenordnung, noch nicht gebe. „Dies ist heute ein besonderer Tag, weil dem Konzept, selbst- und eigenständig so lange wie möglich sein Leben zu gestalten, die Zukunft gehört“, erklärte Krone. Er war überzeugt, dass die 60 Wohneinheiten schnell vergeben sein würden. Diese Überzeugung teilte auch Harms-Ensink. „Erste Anmeldungen liegen bereits vor“, sagte der Geschäftsführer des Stephanushauses. Die geplante Bauzeit betrage 18 Monate, erklärte Harms-Ensink auf Nachfrage unserer Redaktion. Er rechne Mitte 2019 mit dem Einzug der ersten Bewohner.

Zeitkapsel eingemauert

Zum Abschluss der rund halbstündigen Zeromonie mauerten Harms Ensink und Krone gemeinsam mit Joachim Matthes, Zweiter Vorsitzender der Evangelischen Sozialhilfe, und dem Schriftführer des Vereins Bernhard Niehaus, eine kupferne Zeitkapsel in eine Wand des Gebäudes ein. Darin befand sich neben Münzen und Plänen des Objekts auch die aktuelle Ausgabe der Lingener Tagespost. Für die Ehrengäste gab es dann einen Empfang mit kaltem Sekt und Orangensaft. Auf der über 30 Grad heißen Baustelle ging es für die Bauarbeiter hingegen wieder ans Werk.

Weitere Informationen zur neuen Wohnanlage erteilt Heiko Harms-Ensink unter Telefon 0591/9119-0.


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