Wasseranschluss fehlt Neue Sitzanlage in Lingen vier Wochen nach Einweihung verdreckt

Von Wilfried Roggendorf


Lingen. Vier Wochen ist es her, dass das neu gestaltete Umfeld am Lingener Parkhügel beim Machuriusbrunnen offiziell eingeweiht worden ist. Doch schnell hat dort der Schmutz die Oberhand gewonnen.

„Hier ist ein würdiger Platz entstanden, dessen Sitzlandschaft zu Pause und Picknick einlädt“, hatte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone am 2. Mai bei der Einweihung erklärt. Wirklich einladend wirken die Bänke sowie Sitz- und Liegeflächen an den umstehenden Bäumen jedoch nicht: Sie sind von einer Schmutzschicht überzogen, die nur von einer Reihe Hinterlassenschaften gefiederter Lingener Bewohner unterbrochen wird. Dass sich dort trotzdem noch Menschen hingesetzt haben müssen, davon zeugen Dutzende von Zigarettenkippen auf dem Boden vor den Bänken. Auch in den Büschen wenige Meter hinter den Bänken scheint Verkehr zu herrschen – zumindest erweckt die leere Verpackung eines Kondoms, die dort neben etwas anderem Müll liegt, diesen Eindruck.

Stadt Lingen: Es sind Anfangsprobleme

Doch woran liegt es, dass der eigentlich schöne Platz unter den Schatten spendenden Bäumen am plätschernden Machuriusbrunnen schon kurz nach seiner Einweihung so aussieht? „Es sind Anfangsprobleme“, sagt Matthias Klesse, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Hochbau der Stadt Lingen. Und er räumt ein, dass die Bänke sauber sein müssten, wenn die neue Anlage einladend wirken solle. „Die Hinterlassenschaften der Vögel dort sind ein Problem“, erklärt Klesse. Noch gebe es dort keinen Wasseranschluss, was die Reinigung im Moment erschwere. „Aber ein Wasseranschluss wird demnächst installiert“, kündigt der Fachbereichsleiter an. Dies gelte auch für die aktuell noch fehlenden Mülleimer. „Die haben lange Lieferzeiten. Wenn die Lieferung noch länger dauern sollte, stellen wir gegebenenfalls provisorisch Mülleimer dort hin“, sagt Klesse.

Hermes: Wasseranschluss fehlt

Um die Pflege des Areals wollte sich auch der Seniorenverein Gelingen kümmern, der seinen Sitz in der Nachbarschaft hat. „Wir müssen jetzt mit Gelingen reden, wer konkret welche Aufgaben übernimmt. Da gibt es bislang nur mündliche Absprachen“, erklärt Klesse. Die Vorsitzende des Seniorenvereins Gelingen, Ingrid Hermes, beklagt auf Nachfrage unserer Redaktion den fehlenden Wasseranschluss: „Es ist für unsere Ehrenamtlichen schon eine Zumutung, die Gießkannen für die Pflege des Hochbeetes am Machuriusbrunnen zu schleppen.“ In Bezug auf die Reinigung der Tische und Bänke sei diese Schlepparbeit das Problem, nicht das eigentliche Putzen. „Das Material dafür liegt bei uns bereit. Wenn der Wasseranschluss da ist, reinigen wir da auch täglich“, versichert Hermes. Auch die noch fehlenden Mülleimer sorgen bei Gelingen viel Arbeit. „Am Ende des Tages sammeln unsere Ehrenamtlichen im Moment den Müll dort auf und bringen ihn in unsere Mülleimer“, erläutert Hermes. Sie werde in den nächsten Tagen wegen des Wasseranschlusses und den Mülleimern noch einmal mit der Stadt sprechen, kündigt die Vorsitzende von Gelingen an.