Nach Unwetter stark gefordert 70 Einsätze der Feuerwehren im Emsland

Von Ludger Jungeblut


Lingen. Um Unwetterschäden zu beseitigen, sind die sechs Ortsfeuerwehren der Stadt Lingen am Dienstagabend zu 45 Einsätzen ausgerückt. Dabei wurde niemand verletzt. Das hat die Rettungsleitstelle des Landkreises Emsland mitgeteilt.

Im Emsland waren die Feuerwehren insgesamt 70 Mal gefordert. Die Einsätze dauerten von 17.57 bis 23.30 Uhr. Es galt vor allem, umgestürzte Bäume zu entfernen. Nach Angaben des Lingener Stadtbrandmeisters Ralf Berndzen waren rund 150 Feuerwehrleute in der Stadt Lingen im Einsatz. Unterstützt wurden sie von etwa 30 Einsatzkräften des THW sowie von Kameraden der Werkfeuerwehr der BP in Lingen. Der Stadtbrandmeister: „Die Einsatzkräfte hatten vor allem die Aufgabe, Wasser aus Kellern zu pumpen sowie Bäume zu beseitigen, die auf Autos und Straßen gestürzt waren oder Häuser gefährdeten.“ Die Einsatzkräfte seien bereits kurz nach Beginn des Unwetters um 18 Uhr alarmiert worden und bis etwa 21 Uhr tätig gewesen, teilte Berndzen weiter mit. Betroffen von dem Unwetter war auch die Bahnunterführung am Theo-Lingen-Platz, in der sich sofort das Wasser sammelte.

Nach Mitteilung der Stadtwerke gab es von 18.19 bis 18.56 einen Stromausfall im Bereich Goosmannstannen, nachdem eine 10 kV-Leitung durch einen umgestürzten Baum aus dem Boden gerissen worden war. Relativ glimpflich verlief ein Blitzeinschlag in Lingen-Baccum. Zwar sprangen Scheiben aus dem Fenster und die Telefonanlage wurde zerstört; es gab aber keinen Brand.

25 Einsätze im übrigen Kreisgebiet

Im übrigen Bereich des Landkreises Emsland verzeichnete die Rettungsleitstelle 25 weitere Einsätze. Ein Blitz schlug am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr in ein Einfamilienhaus in Haren-Lindloh ein. Verletzt wurde laut Polizei keiner der Bewohner. Durch die Überlastung des Stromnetzes im Haus kam es zu einem Schwelbrand in einer Steckdose. Ein Feuer entstand aber nicht. Die alarmierte Feuerwehr musste nicht mehr einzugreifen. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 200 Euro geschätzt. Die Feuerwehr Meppen war gefordert, um Gullydeckel anzuheben, damit das Wasser besser von der Straße ablaufen konnte. In Wietmarschen-Lohne, das nur wenige Kilometer von Lingen entfernt liegt, war die Feuerwehr nach Auskunft von Ortsbrandmeister Nico Fehrmann überhaupt nicht gefordert.

Die Polizeiinspektion Emsland-Grafschaft Bentheim verzeichnete nach Angaben von Pressesprecher Dennis Dickebohm im Zusammenhang mit dem Unwetter keine besonderen Einsätze, die polizeilich relevant waren. Laut Polizei entstand nach einem Blitzeinschlag in den Dachstuhl eines Hauses in Suddendorf bei Schüttorf in der Grafschaft Bentheim nur geringer Schaden. Es wurde niemand verletzt.