160 Besucher Solarenergie war „heißes Thema“ beim Kindercampus in Lingen

Von Wilfried Roggendorf


Lingen. Bei der ersten Veranstaltung 2018 aus der Reihe Kindercampus Lingen hat sich alles rund um das Thema Solarenergie gedreht.

Draußen lockte die Sonne bei schönstem Freibadwetter. Trotzdem zog es am Mittwoch , 16. Mai 2018, 160 Kinder zwischen neun und zwölf Jahren lieber in den großen Hörsaal des Campus Lingen, um zu hören, was Prof. Johannes Koke und sein Kollege Michael Umbreit zum Thema „Kraftwerk Sonne: Wie wir mit erneuerbaren Energien die Umwelt schützen können“ zu berichten hatten. Maren Niehaus, an der Hochschule für die Organisation des Kindercampus zuständig, freute sich über die Teilnehmerzahl: „Mit 160 sind wir komplett ausgebucht.“ Unter den Besuchern seien auch ganze Schulklassen, so auch eine von der Grundschule Bad Bentheim und drei von der Gesamtschule Emsland, gewesen.

Solarenergie ein „heißes Thema

Auch wenn Solarenergie ein, so Koke, „heißes Thema“ sei, kam bei der Veranstaltung keiner der jungen Teilnehmer ins Schwitzen, denn die beiden Hochschullehrer trugen kindgerecht vor, banden ihre Zuhörer in die Vorlesung ein und überzeugten mit praktischen Vorführungen. Zunächst einmal ging es um Fakten: Acht Minuten braucht das Licht der rund fünf Milliarden alten Sonne von deren 5800 Grad heißen Oberfläche, um die Erde zu erreichen. Zahlen, die sicherlich auch die Eltern, die die Vorlesung per Liveübertragung im Nebenraum verfolgten, interessiert haben dürften.

Was ist Energie und wofür benötigen wir sie?

„Was ist Energie und wofür benötigen wir sie?“, lauteten die nächsten Fragen, die Koke und Umbreit beantworteten. So erfuhren die Kinder und deren Eltern, dass nur ein Prozent der in Deutschland verbrauchten Energie für Licht benötigt wird, aber 37 Prozent für das Autofahren und 47 Prozent für die Heizung. Dafür sollten nicht nur fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas verwendet werden, da deren Verbrennung den Treibhauseffekt verstärken würde, erläuterte Koke. Die Nutzung der unerschöpflichen Sonnenenergie, die kostenlos zur Verfügung stehe, sei da viel umweltfreundlicher. „Sie scheint aber leider nicht immer“, gab Koke einen Nachteil dieser Energiequelle zu.

Puppenhaus energetisch saniert

Zum Schluss der Veranstaltung wurde es praktisch: Umbreit machte Wärme für die Kinder mittels einer speziellen Kamera sichtbar. Koke war der Ansicht, dass das 40 Jahre alte Puppenhaus seiner Schwester dringend einer energetischen Sanierung bedürfe. Dazu erzeugte er mittels einer Fotovoltaikanlage elektrischen Strom, der für die Beleuchtung sorgte. Und mit einer Solarthermieanlage erhitzte er Wasser, welches für die Warmwasserversorgung oder die Heizung des Puppenhauses dienen konnte.

Großer Applaus für die Hochschullehrer

Mit großem Applaus bedankten sich die jungen Besucher des Kindercampus bei den beiden Hochschullehrern für deren Ausführungen zum Thema „Kraftwerk Sonne“, bevor es nach einer spannenden Stunde aus den Hallen des Campus Lingen wieder nach draußen in die wärmenden Strahlen dieser unerschöpflichen Energiequelle ging. Der nächste Kindercampus findet am 13. Juni statt. Prof. Ingmar Ickerott stellt das Thema „Backe, backe Kuchen! Wie man einen Kuchen effizient produzieren kann“ vor. Anmeldungen hierzu sind ab dem 23. Mai online auf www.kindercampus-lingen.de oder bei Maren Niehaus, Tel. 0591/80098-250 möglich.