Entdeckerprogramm im Emslandmuseum Die Natur in Lingen unter die Lupe nehmen

Zu einem Entdeckerprogramm für kleine Naturforscher rund um das Emslandmuseum sind alle Kinder im Alter ab ca. acht Jahren eingeladen. Foto: EmslandmuseumZu einem Entdeckerprogramm für kleine Naturforscher rund um das Emslandmuseum sind alle Kinder im Alter ab ca. acht Jahren eingeladen. Foto: Emslandmuseum

Lingen. Zu einem Entdeckerprogramm für kleine Naturforscher rund um das Emslandmuseum sind am Samstag, 19. Mai, ab 15 Uhr alle Kinder im Alter ab zirka acht Jahren eingeladen.

Buchstäblich mit allen Sinnen wird an diesem Nachmittag die Natur in der Innenstadt unter die Lupe genommen. Bei schlechtem Wetter bitte Gummistiefel und Regenjacken mitbringen.

Mit Eimern und Becherlupen erkunden die jungen Forscher das Leben im alten Stadtgraben. Thermometer und Teststreifen helfen bei der Untersuchung der Wasserqualität. Beim Messen des pH-Wertes zeigt sich dann rasch, warum die Frösche den Stadtgraben gar nicht lieben. Selbst im fauligen Untergrund sind Kleinlebewesen zu entdecken, die unter der Lupe sichtbar werden.

Wie breit war der Festungsgraben?

Mit Maßbändern und Markierstangen wird anschließend die Breite des früheren Festungsgrabens rekonstruiert. Ein besonderer archäologischer Fund ist dabei die hölzerne Archimedische Schraube, mit der vor Jahrhunderten bei anhaltender Trockenheit per Muskelkraft Wasser in den Stadtgraben gepumpt wurde. Heute ist diese technische Rarität in einem modernen Pavillon hinter dem Emslandmuseum aufgestellt.

Im Justizgarten hinter dem Amtsgericht gibt es viele einheimische und exotische Bäume zu entdecken, darunter sogar einen Urwelt-Mammutbaum, der in Europa eigentlich gar nicht vorkommt. Die vielen Baumarten kann man durch den Vergleich ihrer Rinde und ihrer Blätter unterscheiden. Auch Mauern und Hauswände haben längst Pflanzen und Tiere als Bewohner gefunden, denn viele Tierarten leben mitten in der Innenstadt. Auch viele Blumen wachsen an sonnigen Stellen im Justizgarten. Manche sind von den Gärtnern angepflanzt, andere haben hier ihren natürlichen Standort. Und beim Programm „Stadt-Land-Fluß“ ist das Blümchenpflücken ausdrücklich erlaubt.