„Spezielle Rhythmologie“ Erstmals Kardiologe im Bonifatius-Hospital Lingen fortgebildet

Von Ludger Jungeblut

Die Zusatzqualifikation „Spezielle Rhythmologie“ hat Oberarzt Dr. Lukas Langenbrink (links) bei der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie erworben. Sein Ausbilder im Bonifatius-Hospital in Lingen war sein Oberarztkollege Dr. Jochen Michaelsen. Foto: Ludger JungeblutDie Zusatzqualifikation „Spezielle Rhythmologie“ hat Oberarzt Dr. Lukas Langenbrink (links) bei der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie erworben. Sein Ausbilder im Bonifatius-Hospital in Lingen war sein Oberarztkollege Dr. Jochen Michaelsen. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Dr. Lukas Langenbrink, Oberarzt in der Kardiologie des Bonifatius Hospitals Lingen, hat die Zusatzbezeichnung „Spezielle Rhythmologie (Aktive Herzrhythmusimplantate)“ bei der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) erworben.

Langenbrink, der seit zehn Jahren als Oberarzt im Lingener Krankenhaus tätig ist, konnte die Ausbildung zur Zusatzqualifikation direkt am Bonifatius-Hospital absolvieren, da sein Oberarztkollege Dr. Jochen Michaelsen von der DGK zum Leiter dieser Ausbildungsstätte berufen wurde. Die Kardiologie unter der Gesamtleitung von Chefarzt Prof. Dr. Rainer Hoffmann ist dank der Ermächtigung von Michaelsen seit einiger Zeit bereits als Fortbildungsstätte „Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie – Aktive Herzrhythmusimplantate“ anerkannt.

Komplexe Zusatzausbildung

Michaelsen betont: „Dr. Langenbrink konnte als erster Kardiologe diese komplexe, knapp zweijährige Zusatzausbildung direkt an unserem Haus absolvieren. Ich freue mich sehr darüber, mit diesem Ausbildungsprogramm junge Kollegen auf hohem zertifiziertem Niveau für die Implantation von Herzschrittmachern, Defibrillatoren und auch komplexen herz-unterstützenden Implantaten qualifizieren zu dürfen.“

Maßnahme zur Qualitätssicherung

Hoffmann ergänzt, dass diese Zusatzqualifikation eingebettet sei in das strukturierte Lehrprogramm der Kardiologie. Außerdem sei dies eine ergänzende Maßnahme zur Qualitätssicherung für eine optimale Versorgung unserer Patienten.

Teilgebiet der Kardiologie

Die Rhythmologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Aufgrund der vielfältigen neuen Behandlungsmethoden hat sich die Rhythmologie als Spezialisierung innerhalb der Kardiologie weiterentwickelt. Kardiologen können eine Zusatzqualifikation in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen in zertifizierten Einrichtungen erwerben.

Das Bonifatius-Hospital ist eine der wenigen von der DGK anerkannten Fortbildungsstätten für „Spezielle Rhythmologie, Aktive Herzrhythmusimplantate“ im Nordwesten Deutschlands.

„Herzrhythmusstörungen erfordern immer eine ärztliche Behandlung“

„Herzrhythmusstörungen sind in einigen Fällen relativ harmlos, erfordern aber immer eine ärztliche Behandlung“, sagt Michaelsen und fügt hinzu: „Implantate können das Auftreten mancher Herzrhythmusstörungen nicht unbedingt verhindern, fungieren aber in schweren Fällen als ,eingebauter’Notarzt.“


Unter Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) versteht man eine abnorme Folge des Herzschlages. Das Herz gerät aus dem Takt. Das führt in vielen Fällen zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität. Es gibt zudem auch Formen, die zum Schlaganfall führen können oder lebensbedrohlich sind. In den vergangenen Jahren haben sich aufgrund medizinischer Fortschritte die therapeutischen Verfahren zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen rapide weiterentwickelt. Eine erfolgreiche Therapie ist in vielen Fällen möglich.