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09.05.2018, 17:43 Uhr KOMMENTAR

Lingener Verwaltung: Behutsamkeit bei Personalkosten wichtig

Kommentar von Thomas Pertz

Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen. Foto: Peter LöningLingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen. Foto: Peter Löning

Lingen. Eine Debatte über Personalkosten und Personalentwicklung in der Lingener Verwaltung ist notwendig und wichtig, erfordert aber Behutsamkeit, meint der Kommentator.

Die Verwaltung spart Kosten, indem sie die Stelle einer ausgeschiedenen Fachbereichsleiterin nicht neu besetzt, sondern deren Aufgaben durch Umschichtungen im Rathaus anders verteilt. Und was machen die Mitglieder des Finanzausschusses mit der Information? Sie nehmen diese zur Kenntnis, fertig. Dass Erster Stadtrat Stefan Altmeppen in der Sitzung etwas „angefressen“ wirkte, war deshalb verständlich. Zumal er sich auch noch dem Vorwurf ausgesetzt sah, bei der Vorstellung seines Personalentwicklungskonzeptes zu unkonkret gewesen zu sein.

Dabei hat Konkretes in diesem Fall in öffentlicher Sitzung nichts zu suchen, geht es doch ganz schnell immer auch um die Gesichter hinter den Stellenbeschreibungen. Eine Debatte über Personalkosten und Personalentwicklung in der Verwaltung ist notwendig und wichtig. Schließlich geht es um Steuergelder. Sie erfordert aber Behutsamkeit.

Die eigentliche Herausforderung liegt im Lingener Rathaus aber ohnehin woanders. Wie kann es in Zukunft gelingen, gutes Personal zu halten und Neues zu bekommen? Auf diese Fragen Antworten und Ideen zu liefern, ist die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Politik. Das Stipendium der Stadt für einen Architektur-Studiengang ist eine gute Idee, weitere sollten folgen.


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