Hommage an Michael Jackson Odyssey Dance Theatre tanzt sich in die Herzen der Lingener

Von Meike Blunk

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Lingen. Derry Yeager, der Gründer, Direktor und künstlerische Leiter des Odyssey Dance Theatre aus Salt Lake City (USA) hat ein Weltklasse-Ensemble zusammen gestellt, das sich nun in Lingen im voll besetzten Theater an der Wilhelmshöhe mit ihrer temperament- wie kraftvollen Show „Jump“ - nachhaltig - in die Herzen der Zuschauer getanzt hat.

Mit den vielfältigen, und an Präzision kaum zu überbietenden, Choreografien entfachte das brillante und äußerst dynamische Ensemble ein wahres Feuerwerk und löste damit große Begeisterungsstürme aus. Mit einem sehr vielfältigen Repertoire aus den Bereichen Ballett, Modern-Dance, Hip-Hop, Jazz oder Floor-Dance schenkten die flexiblen Tänzer dem Publikum ein, in zwei Teile gegliedertes, zweistündiges Programm.

Unterschiedliche Tanzstile

Das Thema „Vielfalt“ kennzeichnete mit ganz unterschiedlichen Tanzstilen und Musiken den ersten Programmteil. Als Opener gab es, zur Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, eine sehr sinnlich, eher melancholisch dargebotene innovative Ballett-Einheit, in der sich schon das erstklassige Level des Ensembles präsentierte. Sechs Tänzerinnen, in schwarzen, asymmetrisch verlaufenden Kleidern, eroberten augenblicklich die Bühne. Weitere Themen des abwechslungsreichen Potpourris, in unterschiedlich starken Besetzungen, waren unter anderem „Begegnung“, „Ausdruck individueller Merkmale“ oder „Lebensfreude“.

Mit verblüffender Leichtigkeit

Der Titel „Jump“ offenbarte sich dabei in fast allen Tänzen. Pirouetten und Sprünge wurden mit verblüffender Leichtigkeit vollzogen, dass zeitweise der Eindruck entstand, als würden die Tänzer fliegen. Etwas befremdlich war jedoch, dass sich nach jedem Tanz der Vorhang schloss. Fließende Übergänge wären da, in Anbetracht der modern und dynamischen Choreografien, zeitgemäßer gewesen.

Ausdrucksstarke Tanzumsetzung

Der zweite Teil kann als Hommage an Michael Jackson, „The King of Pop“, bezeichnet werden, weshalb wohl insgeheim das Gros der Zuschauer ins Theater gekommen war. Als bizarr wirkende Figuren in Gewänder gehüllt „spukte“ das gesamte Ensemble zum Lied „Thriller“ in einer raumgreifenden Choreografie über die Bühne und löste damit stürmischen Applaus aus. Daran schloss sich eine, als Solotanz interpretierte Darstellung von „She`s Out of my Life“ an. Diese besaß eine unglaubliche ästhetische Strahlkraft. Mit weiteren, bis heute an Aktualität und Beliebtheit nicht verloren gegangenen Songs, wie „Dangerous“ oder „Earth Song“ von Jackson, der auch als bedeutender Impulsgeber und Wegweiser neuerer Tanzstile zu sehen ist, ehrte das großartige Ensemble den 2009 verstorben Ausnahmekünstler mit ihrer eigenen ausdrucksstarken Tanzumsetzung.

Getanzte Standing-Ovations

Eine erstklassige Soundeinspielung sowie eine akzentuierte Lichtgestaltung, ließen das Programm zu einem spannungsvollen Gesamtkunstwerk verschmelzen, indem der legendäre Moonwalk Jacksons eine variantenreiche Anspielung erfuhr. Am Ende gab es getanzte Standing-Ovations im Zuschauerraum und nach einer mitreißenden Zugabe, in silberne Handschuhe gehüllte winkende Hände und strahlende Augen auf der Bühne.


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