In Lingen und der Region OLB will mit Topberatung und Kundennähe punkten

Von Thomas Pertz

Gesprächspartner der Redaktion (von links): Martin Horstmann, Sascha Palm, Armin Fangmann und Ludger Pott. Foto: Thomas PertzGesprächspartner der Redaktion (von links): Martin Horstmann, Sascha Palm, Armin Fangmann und Ludger Pott. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Hohe Beratungsqualität und Nähe zum Kunden: Damit will die Oldenburgische Landesbank (OLB) in der Region Emsland/Grafschaft Bentheim trotz eines schwierigen Marktumfeldes weiter punkten. Dies unterstrichen führende Vertreter der Bank in einem Gespräch mit der Redaktion über die Bilanz 2017.

Die wesentlichen Entwicklungen, Veränderungen und Herausforderungen beschrieben Ludger Pott, Mitglied der OLB-Geschäftsleitung, Sascha Palm, Leiter Private Banking und Freie Berufe, Martin Horstmann, Leiter des gehobenen Firmenkundengeschäftes sowie Armin Fangmann, Leiter des Filialverbundes Lingen. Bei der OLB in der Region sind derzeit 189 Finanzfachleute beschäftigt, einschließlich 28 Auszubildende. „Wir bilden jedes Jahr zwischen acht und zehn junge Leute aus“, sagte Pott. Anschließend böten sich gute Perspektiven, sich innerhalb der Bank weiter zu entwickeln, betonten Palm, Horstmann und Fangmann. In der Region ist die OLB mit 22 Filialen vertreten, darunter die großen Häuser in Lingen, Meppen, Papenburg und Nordhorn. Hinzu kommen neun SB-Filialen. In Rheine ist die OLB ebenfalls in den Segmenten Firmenkunden und gehobenes Wertpapiergeschäft vertreten.

Investition in Spelle

Die OLB investiert auch künftig in ihr Filialnetz. So wird die Filiale in Spelle am bisherigen Standort umgebaut und ebenfalls den Anforderungen angepasst. Die Zahl der regional betreuten Firmen- und Privatkunden blieb nach Angaben der Gesprächspartner mit rund 70000 weitgehend stabil. Dies sei auch ein Ausdruck der starken Verbundenheit zur OLB. Die Bank erwidert diese auch durch lokales Engagement für Vereine und Institutionen. So hat die OLB 2017 unter anderem die OLB-Cityläufe in Papenburg und Schüttorf, das Kleinstadtfest in Meppen sowie ein Deeskalationstraining „Stark-Cool-Fair“ an der Realschule Sögel unterstützt.

Schwerpunkt auf ganzheitliche Beratung

Das Kreditvolumen der OLB-Kunden belief sich 2017 auf rund 1,7 Mrd Euro (2016: 1,8 Mrd.). Nachgefragt wurden den Angaben zufolge im Berichtszeitraum insbesondere Baufinanzierungen. Der Bestand per 31. Dezember 2017 erhöhte sich auf über 972 Millionen Euro. Neue Baufinanzierungen schloss die OLB-Region im vergangenen Jahr in Höhe von 114,4 Millionen Euro ab. 2016 waren es 138,4 Millionen Euro. Im Firmenkundengeschäft unterstützte die OLB Investitionen von regionalen Unternehmen mit neuen Darlehen über rund 92 Millionen Euro. Der Bestand an Investitionsdarlehen belief sich auf mehr als 557 Millionen Euro.

Die in die Region verliehenen Gelder refinanziert die OLB klassischerweise mit den Kundengeldern aus der Region. Auch im Jahr 2017 habe das Einlagenvolumen mit 828 Millionen Euro (2016: 815,9) auf hohem Niveau gelegen, so die Bankvertreter.

Wie Ludger Pott weiter ausführte, hat die OLB die Veränderungen in der Bankenlandschaft und das sich wandelnde Kundenverhalten genutzt, sich neu aufzustellen. Dazu würden auch erfolgreich eingeführte neue Formate wie der OLB-Finanzplan gehören. „Die ganzheitliche Beratung wird immer wichtiger“, ergänzte Palm. Es gehe um eine Art Lebensplanung für den Kunden, der alles in den Blick nehme - auch die Altersvorsorge zum Beispiel.

Eignerwechsel: Von der Allianz zur Bremer Kreditbank

Über viele Jahre hinweg gehörte die OLB zur Allianz. Nun gehört die größte private Regionalbank Deutschlands von der Bremer Kreditbank übernommen worden. Ihr gehört neben der OLB auch das Bremer Bankhaus Neelmeyer. „Wir fühlen uns sehr wohl mit dem Partner“, erklärte Pott. Die Geschäftsbereiche würden sich gut ergänzen, sagte Palm.