Auftakt auf dem Marktplatz DGB-Kundgebung am 1. Mai in der Lingener Halle IV

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der DGB lädt am 1. Mai zur Kundgebung nach Lingen ein. Foto: Ludger JungeblutDer DGB lädt am 1. Mai zur Kundgebung nach Lingen ein. Foto: Ludger Jungeblut

lj Lingen. Unter dem bundesweiten Motto „Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit“ findet am Dienstag, 1. Mai 2018 , eine Kundgebung des DGB in Lingen statt. Beginn ist um 10.15 Uhr auf dem Marktplatz.

Oberbürgermeister Dieter Krone wird die Teilnehmer begrüßen. Von dort führt der Weg zur Halle IV an der Kaiserstraße. In der Halle führen die DGB-Vorsitzenden Bernt Kastein (Emsland) und Horst Krügler (Grafschaft Bentheim) durch das Programm, das mit einem Grußwort des niedersächsischen Finanzministers, Reinhold Hilbers, beginnt. Hauptredner ist Oliver Langkau, Gewerkschaftssekretär der IG Bergbau-Chemie-Energie.

Traditionelles Familienfest

Das traditionelle Familienfest findet viel Raum in und an der Halle IV. Die Musikschule Papenburg sorgt für musikalische Unterhaltung, zum Vergnügen der Kinder steht das Spielemobil des Theaterpädagogischen Zentrums bereit, der Boule-Verein stellt seinen Sport vor und für Verpflegung sorgen die Event & Food Company. Darüber hinaus gibt es viele Informationen von den Gewerkschaften, von Awo und KAB, dem ACE, gewerkschaftliche Unterstützungseinrichtungen der DGB-Gewerkschaften, Amnesty International und das globalisierungskritische Netzwerk Attac.

Schieflage der Gesellschaft soll aufgegriffen werden

Mit dem Motto „Solidarität - Vielfalt - Gerechtigkeit“ will der DGB die Schieflage in der Gesellschaft aufgreifen. Für Gewerkschaften zähle Solidarität zu den wichtigsten Werkzeugen demokratischen Umgangs. Die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder betonte: „Mit starken Gewerkschaften an unserer Seite können wir unseren Forderungen nach mehr Gerechtigkeit und gute Arbeit durchsetzen. Daher ist es wichtig, dass sich viele Bürgerinnen und Bürgern den Mai-Kundgebungen des DBG anschließen.“

KAB: In der Arbeitswelt liegt einiges im Argen

Unterdessen hat die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in ihrem Maiaufruf die Auffassung vertreten, dass in der Arbeitswelt einiges im Argen liege. Der Missbrauch von Leiharbeit und Werksverträgen habe zu sinkenden Löhnen geführt. „Hinzu kommt, dass viele Unternehmen und Betriebe keine Tarifverträge mehr vereinbaren. Abhilfe sollte der Mindestlohn schaffen“, heißt es in einer Mitteilung. Nach Ansicht der KAB wird dieser zu oft umgangen. Selbst wenn er gezahlt werde, sei eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sehr eingeschränkt, und die Armut im Alter sei vorprogrammiert.

Sorge wegen der Absicherung im Alter

Die Sorge, finanziell über den Monat zu kommen oder im Alter eine Rente zu beziehen, die ein Leben ohne Aufstockung ermöglicht, sei für viele Arbeitnehmer Realität. Daher fordere die KAB einen armutsfesten Mindestlohn in Höhe von 13,44 Euro. Nur so könne Armut im Arbeitsleben und im Ruhestand wirksam bekämpft werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN