Bis zum 31. August Moderne Bauernmalerei aus China im Lingener Hospital

Von pm

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Eröffneten die Ausstellung „Moderne chinesische Bauernmalerei“ im Bonifatius-Hospital Lingen: Edelgard (rechts) und Peter Douglas Klassen als Ehrenbürger der Stadt Rizhao sowie die Direktorin der Kunsthalle, Meike Behm. Foto: Bonifatius-HospitalEröffneten die Ausstellung „Moderne chinesische Bauernmalerei“ im Bonifatius-Hospital Lingen: Edelgard (rechts) und Peter Douglas Klassen als Ehrenbürger der Stadt Rizhao sowie die Direktorin der Kunsthalle, Meike Behm. Foto: Bonifatius-Hospital

Lingen. 15 „Master Pieces“ von Kunststudierenden aus China haben Edelgard und Prof. Dr. Peter Douglas Klassen als Ehrenbürger der Stadt Rizhao ins Lingener Bonifatius-Hospital mitgebracht.

Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle Lingen, betonte bei der Ausstellungseröffnung der Reihe „Kunst im Krankenhaus“: „Die Idee, diese Kunstwerke der modernen Bauernmalerei auszustellen, fand sofort mein Interesse. Eine derartige Malerei trifft auf großes Interesse in der Bevölkerung – nicht nur in Lingen. Die Stadt Rizhao bekam ihren Namen durch eine Beschreibung dieser Gegend in einer alten Literatur: Der erste Strahl des Sonnenaufgangs schien auf diese Stadt.“

Wichtiger Ort für chinesische Bauernmalerei

Behm führte weiter aus: „Im Jahr 1988 wurde Rizhao vom Kulturministerium als ,Heimat für chinesische moderne Bauernmalerei’ benannt. Damit ist sie eine der drei wichtigsten Heimatorte für die moderne folkloristische Malerei Chinas. Mit motivisch dicht gefüllten Bildern, bunten Farben, übertriebenen Formen und einzigartigem Charme reflektiert diese Malerei die Bräuche in ländlichen Gebieten und der Meere. Auch eine Schnittstelle zum Kunsthandwerk berühren diese Bilder, denn aus ihnen entwickeln sich vielfältige Produkte, wie beispielsweise Seidentücher, Kissen und Stickereien.“

Farbenfrohe Motive

Beispiele dafür brachte das Ehepaar Klassen mit zur Ausstellung. Edelgard Klassen zeigte auf, dass sich die farbenfrohen Motive aus dem täglichen Leben der Stadt am Gelben Meer wie Fischerei, Schiffsflotte, Blumen und Viehherden auch auf Schuhsohlen, Seidenschals, Tüchern bis hin zur Kleidung wieder finden. Die Bilder würden mit den Menschen kommunizieren, ohne sich der Sprache zu bedienen. Die Besucher der Ausstellungseröffnung konnten auch gleich auf dem „Zauberpapier“ chinesische Schriftzeichen üben. Sobald die Tinte trocken war, zeigte sich das Blatt wieder rein zum erneuten Erlernen.

Partnerschaft seit sechs Jahren

Hier setze Peter Douglas Klassen an mit der Frage: Was können wir von den Chinesen lernen? Sie würden nie nach hinten schauen, sondern pragmatisch im Jetzt nach Lösungen suchen und nur das übernehmen, was funktioniert. So wie der mitgebrachte Reishut, der den Kopf kühl hält, Schatten spendet, leicht ist und – wichtig bei der Bevölkerungsdichte – auch noch wunderbar stapelbar ist. So würden bei der seit nunmehr sechs Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen dem Hospital in Rizhao und dem Boni erfolgreiche Konzepte, medizinische Ansätze und Behandlungsmethoden im gegenseitigen Austausch von Ärzten und Pflegekräften erlernt. Die Kooperation sei eine Bereicherung für beide Häuser.

Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von Peter Douglas Klassen am Flügel mit pentatonischen Klängen. Diese einfache Fünftonmusik ist in der traditionellen chinesischen Musik vorherrschend. Auch in der modernen Popmusik Chinas werden weiterhin auch die traditionellen Tonsysteme verwendet. Dies macht den aus europäischer Sicht so typischen Klang chinesischer Musik aus.


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