Anmeldungen ab sofort möglich Der Kindercampus Lingen geht in das zwölfte Jahr

Von Wilfried Roggendorf


wrog Lingen. Der Kindercampus Lingen macht das gute Dutzend voll: Im kommenden Sommer- und Wintersemester 2018/2019 geht die Veranstaltungsreihe auf dem Campus Lingen in ihr zwölftes Jahr.

Stolz äußerte sich der Dekan der Fakultät für Management, Kultur und Technik (MKT) der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen, Prof. Thomas Steinkamp, jetzt über die Veranstaltungsreihe: „Es ist eine beeindruckende Leistung, dass es den Kindercampus jetzt schon zwölf Jahre gibt.“ Steinkamp betonte, dass dies nur dank der Sponsoren des Kindercampus möglich sei.

Wissenschaftliche Themen im Leben der Kinder präsent

Weit über 5000 Mädchen und Jungen hätten bislang den Kindercampus besucht. „Wir öffnen uns und ermöglichen mit dem Kindercampus Schülern den Zugang zur Hochschule. Wissenschaftliche Themen sind damit im Leben der Kinder präsent“, erklärte Steinkamp. Zugleich hob er gemeinsam mit Maren Niehaus, sie ist als Mitarbeiterin am Campus Lingen für die Organisation zuständig, eine Besonderheit des Lingener Kindercampus hervor: „Für die Eltern der Kinder wird die Veranstaltung live in einen benachbarten Hörsaal übertragen.“ Dies führe dazu, dass zuhause eine Dialogsituation entstehe und über die Veranstaltungen gesprochen werde. Die Hochschule sei bei den Familien in der Region sehr präsent, sagte Steinkamp.

Puppenhaus energetisch repowered

Niehaus schilderte ihre Erfahrungen mit dem Kindercampus: „Die Professoren überziehen manchmal die Vorlesungen, weil sie oft nicht mit der regen Beteiligung und den vielen Fragen der Kinder rechnen.“ Die dürfte es auch bei Prof. Johannes Koke und seinem Kollegen Michael Umbreit geben. „Wir haben das 40 Jahre alte Puppenhaus meiner Schwester energetisch repowered“, stellte Koke den gemeinsamen Vortrag zum Thema „Wie wir mit erneuerbaren Energien die Umwelt schützen können“ jetzt bei einem Pressegespräch vor. Und Prof. Ingmar Ickerott möchte den Kindern Produktionsprozesse am Beispiel des Kuchenbackens in der heimischen Küche erklären.

Sponsoren vom Kindercampus überzeugt

Auch die Sponsoren des Kindercampus, viele sind schon seit Beginn an dabei, zeigten sich von der Veranstaltungsreihe überzeugt. „Ich sehe das Interesse und die Begeisterung der Kinder sowie das große Engagement der Hochschule“, erklärte Siegfried Gladis von der Sparkasse Emsland. Svenja Vogt von der Volksbank Lingen bestätigte dies: „Der Kindercampus ist ein Event in Lingen geworden und behandelt Themen anders, als dies in der Schule möglich ist.“ Martina Kruse (Landkreis Emsland) und Andreas Witt (Stadt Lingen) betonten, dass der Kindercampus eine besondere Verbindung zur Region herstelle und zeige, dass der Campus Lingen in der Region verankert sei. „Die Neugierde der Kinder zu wecken, ist gewollt“ stellte Christina Suthe von der VME-Stiftung (Verband der Metall- und Elektroindustrie Osnabrück-Emsland) fest.

Steinkamp: 70 Prozent Jungs nicht das Ziel

Bei aller Freude über den Erfolg des Lingener Kindercampus machte Dekan Steinkamp auch eine kritische Anmerkung. „Die Teilnehmer sind zu 70 Prozent Jungs. Das war nicht unser Ziel“, erklärte Steinkamp. Er versicherte, dass der Campus Lingen daran arbeiten würde, ein ausgeglichenes Verhältnis herzustellen.

Onlineanmeldung ab sofort möglich

Anmeldungen für die kommenden rund einstündigen Veranstaltungen des Kindercampus Lingen, sie richten sich an Neun- bis Zwölfjährige, sind ab sofort auf www.kindercampus-lingen.de möglich. Weitere Fragen beantwortet Maren Niehaus unter Tel. 0591/80098-250 oder per E-Mail an kindercampus-lingen@hs-osnabrueck.de.


Die kommenden Vorlesungen des Kindercampus Lingen

16. Mai: „Kraftwerk Sonne: Wie wir mit erneuerbaren Energien die Umwelt schützen können“ (Prof. Johannes Koke und Prof. Michael Umbreit), 13. Juni: „Backe, backe Kuchen! Wie man einen Kuchen effizient produzieren kann“ ((Prof. Ingmar Ickerott), 19. September: „Computer sind Cool! Klar! Aber Informatik? Was hat das mit Dir zu tun?“ (Prof. Liane Haak), 5. Dezember: „Logistik im Kinderzimmer“ (Prof. Marcus Seifert).