Anschlüsse werden hochgefahren Zerstörtes Glasfaserkabel: Schaden soll behoben worden sein

Von Julia Mausch

Ein neues Kabel musste verlegt werden, da das bisherige Kabel irreparabel beschädigt wurde. Foto: Thomas PertzEin neues Kabel musste verlegt werden, da das bisherige Kabel irreparabel beschädigt wurde. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Ob Stadtwerke, Zeitungsredaktion, Kulturamt oder Haustierpraxis – bei ihnen allen war in Lingen am Mittwoch plötzlich Internet, Kabelfernsehen und Telefon ausgefallen. Der Grund: ein zerstörtes Glasfaserkabel. Nun gibt es Neuigkeiten: Der Schaden soll behoben worden sein.

Bei Tiefbauarbeiten in der Nähe der Agentur für Arbeit in Lingen war am Mittwoch ein Bohrer stecken geblieben und hat das dortige Glasfaserkabel des Telekommunikationsdienstleisters EWE TEL zerstört. Der Schaden, der von einer externen Firma angerichtet wurde, war laut Gerd Lottmann, Pressesprecher und Gruppenleiter Corporate News Center, massiv. „ Unter Hochdruck“ wurde seit Mittwoch gearbeitet, damit betroffenen Haushalte und Firmen schnellstmöglich wieder online sein konnten. (Weiterlesen: Leitungen tot: Bohrer zerstört Glasfaserkabel in Lingen)

Anschlüsse „nach und nach wieder hochgefahren“

Ein neues Kabelstück musste verlegt werden, da das bisherige Kabel an einigen Stellen irreparabel beschädigt wurde. Zusätzlich mussten Rohre ebenfalls erneuert werden, die durch den Bohrer zerstört wurden. Zahlreiche Kupfer- oder Glasfaseradern mussten wieder miteinander verknüpft werden. Mit Erfolg: „Der Schaden ist behoben“, verkündete Gerd Lottmann am Freitagmittag um 13 Uhr. Mit Blick auf die Schwere des Schadens, habe es schneller geklappt, als zunächst vermutet. Derzeit werden die Anschlüsse „nach und nach wieder hochgefahren“. Das könne noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. So auch bei der Lingener Tagespost. Die Redaktion ist derzeit noch immer nicht telefonischerreichbar. Leser, die sich mit der Redaktion der Lingener Tagespost in Verbindung setzen wollen, können dies aber nach wie vor per Mail an die Adresse redaktion@lingener-tagespost.de oder über die Facebookseite der Lingener Tagespost tun.

Kunden von Vodafone auch betroffen

Betroffen von den Auswirkungen des zerstörten Glasfaserkabels waren nach ersten Informationen vorwiegend Kunden im südlichen Emsland und der angrenzenden Grafschaft Bentheim. Wie sich jedoch am Freitag herausstellte, waren auch Menschen im mittleren Emsland vom Netz. Allein bei Vodafone seien rund 2500 Kunden von der Störung im südlichen und mittleren Emsland betroffen gewesen, sagte eine Sprecherin von Vodafone auf Anfrage unserer Redaktion. (Weiterlesen: Störung bei Internetanschlüssen im mittleren Emsland)

Größere Industriekunden oder auch Polizeidienststellen waren am Mittwoch nur kurzzeitig vom Netz. Für sie gibt es spezielle sogenannte Backbone-Leitungen – Reserve-Leitungen, die um die beschädigte Stelle herumführen, heißt es seitens des Telekommunikationsdienstleisters.

Tochterunternehmen der EWE AG

Die EWE TEL GmbH ist ein Telekommunikationsdienstleister und hundertprozentiges Tochterunternehmen der EWE AG mit Sitz in Oldenburg. Der Telekommunikationsdienstleister ist einer der größten Arbeitgeber in der Ems-Weser-Elbe-Region. Im Osnabrücker Land verwendet EWE TEL auch andere Marken, wie osnatel für den regionalen Vertrieb der Produkte.