Grundsteinlegung Ende 2018 Ausbau der Neurologie bei Hedon Klinik bis Ende 2020

Von Thomas Pertz

Freuten sich über den baldigen Baubeginn: Vertreter der Hedon Klinik, der Verwaltung und Politik der Stadt Lingen. Foto: Thomas PertzFreuten sich über den baldigen Baubeginn: Vertreter der Hedon Klinik, der Verwaltung und Politik der Stadt Lingen. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Der Neubau an der Hedon Klinik in Lingen zum Ausbau der neurologischen Versorgung soll Ende 2020 fertig sein. Die Grundsteinlegung solle im November 2018 erfolgen, sagte Klaus Köhring, Kaufmännischer Direktor der Klinik, am Mittwoch in einem Pressegespräch im Rathaus. Mediclin habe sich bei dieser Maßnahme ganz bewusst für die Hedon-Klinik und den Standort Lingen entschieden, betonte Ulf Ludwig vom Vorstand des Trägers.

Der Neubau wird unmittelbar angrenzend zum Hauptgebäude der bestehenden Klinik errichtet. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 30 Millionen Euro. Zehn Millionen Euro kommen von Mediclin als Träger, 20 Millionen steuert das Land Niedersachsen bei. Die Summe ist für die Ausstattung der Neurologischen Frührehabilitation Phase B vorgesehen. Dort werden nach Angaben der Klinik Patienten mit schwersten Schädel-Hirnverletzungen behandelt, bei denen die akute Erstversorgung gerade abgeschlossen ist. Im Neubau werden die Neurologie, Neurophysiologie und Neurologische Intensivmedizin Platz finden. Zur geplanten Ausstattung gehören auch eine neurologische Intensivstation sowie Plätze zur Langzeitbeatmung und für die Beatmungsentwöhnung. Die Finanzierung der Schichtbildumgebung (MRT und CT), Endoskopie, Radiologie und weitere Spezialdiagnostik ist ebenfalls vorgesehen.

Pkw-Stellplätze werden verlegt

Auf dem geplanten Baugelände befinden sich derzeit Pkw-Stellplätze. Diese werden auf einem nahegelegenen Grundstück verlegt. Damit soll in den nächsten Wochen begonnen werden. Anschließend beginnen die Arbeiten zur Errichtung des dreigeschossigen Baus an der Hedonallee. Derzeit sind in der Klinik und den dazugehörigen Servicebetrieben über 500 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Abschluss aller Maßnahmen verfügt sie über 360 Betten (Neurologie und Orthopädie) sowie 600 Beschäftigte.

Mediclin-Vorstand Ulf Ludwig verwies darauf, dass deutschlandweit 36 Kliniken zu Mediclin gehören würden. „Die Hedon Klinik gehört neben unseren beiden Herzzentren zu den wichtigsten Kliniken“, unterstrich Ludwig die Bedeutung der Lingener Einrichtung für die Unternehmensgruppe. Mediclin traue sich auch zu, die notwendigen medizinischen und pflegerischen Fachkräfte zur Besetzung der 100 Arbeitsplätze aus Lingen und der Region zu akquirieren. „Das ist ein guter Standort hier“, lobte Ludwig die Rahmenbedingungen in der Kommune. Geschäftsführer Köhring verwies außerdem auf die vielfältigen Bemühungen der Klinik in der Ausbildung, um so die zukünftigen Fachkräfte an das Haus zu binden.

Bedeutung der Neurologie nimmt zu

Der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Hedon Klinik, Prof. Dr. Thomas Mokrusch, verwies auf die Bedeutung der Neurologie auch vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft und der damit verbundenen wachsenden neurologischen Behandlungsbedürftigkeit. Oberbürgermeister Dieter Krone, die Vorsitzenden der beteiligten Fachausschüsse, Günter Reppien (CDU) und Stefan Wittler (SPD) sowie Laxtens Ortsbürgermeister Manfred Schonhoff (CDU) unterstrichen die Bedeutung des Bauvorhabens. Was die handwerkliche Umsetzung anbelangt, äußerten sie auch die Hoffnung auf Aufträge für die örtliche Wirtschaft. „Der Gesundheitsstandort Lingen wird weiter gestärkt und ausgebaut“, dankte Krone Mediclin für deren unternehmerisches Engagement. Mit dem Bonifatius-Hospital und der Hedon Klinik verfüge die Stadt über zwei gute Häuser zur optimalen Versorgung der Bürger.

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