Satter Sound und spektakuläre Show Australien Pink Floyd überzeugen in der Emslandarena

Von Johannes Franke

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The Australian Pink Floyd Show begeisterte in der Emslandarena mit einer fantastischen Show. Foto: Johannes FrankeThe Australian Pink Floyd Show begeisterte in der Emslandarena mit einer fantastischen Show. Foto: Johannes Franke

Lingen. Mit einem ausgezeichneten Sound und fulminanter Licht- und Lasershow hat die Pink-Floyd-Tribute Band „The Australian Pink Floyd Show“ gut 1000 Fans am Sonntagabend in der Emslandarena begeistert.

Mit ihrem neuen Programm „Time – 30 Years of Celebrating Pink Floyd“ tourt die hochdekorierte Band durch 14 deutsche Städte. Lingen darf sich glücklich schätzen, dabei zu sein. Mit ihrem Best of-Set aus Hits ihrer britischen Vorbilder begeisterten die zehn Musiker das Publikum. „Die Band und Background-Sängerinnen sind hervorragend! Als eingefleischter Pink Floyd Fan kann ich sagen, sauber gespielt, extrem nah am Original, einfach nur Weltklasse. Ich werde auch das nächste Mal wieder hingehen“, freut sich Magnus aus Neuenkirchen-Vörden.

Leidenschaftliche Musiker

Kein dicker Soundteppich, sondern minimalistische Gitarren-, Schlagzeug- und Synthesizer-Begleitung eröffnen das Konzert hinter der riesigen weißen „Wand“. Angesichts der satten, aber sensibel ausgesteuerten Sounds und Stimmen, die wie jene der Originale klingen, zerstreuen sich jegliche Zweifel daran, dass hier niemand anderes als leidenschaftliche Musiker auf der Bühne stehen.

Kraftvoll und textsicher

Chris Barnes und Ricky Howard singen kraftvoll und textsicher, Steve Mac und vor allem David Fowler beeindrucken mit infernalischen Gitarren-Soli, während Mike Kidson für die Saxofon-Stücke zuständig ist. Im Hintergrund sorgen Jason Sawford und Paul Bonney für die Keyboard- und Schlagzeug-Untermalung. Die drei Background-Sängerinnen glänzen bei „Great Gig in the Sky“ mit druckvoller Stimme auch im Vordergrund, vor allem Lara Smiles und Lorelei McBroom beeindrucken mit souliger Stimmgewalt. Emily Lynns rundet diesen kleinen musikalischen Höhepunkt schließlich ab.

Songs, die Musikgeschichte geschrieben haben

Während des über zweistündigen Auftritts der Formation gibt es auch jene Songs zu hören, die Rockgeschichte geschrieben haben. Darunter „Wish You were here“ vom gleichnamigen Album, oder „Brain Damage“ (Dark Side of the Moon). Passend zum Stück „Another Brick in the Wall“ schaut eine überlebensgroße Lehrerpuppe streng herunterschauend aufs Publikum. Auch dieses Stück verfehlt ein wichtiges Anliegen der Band nicht: Sich nicht bevormunden zu lassen, das Weltgeschehen selbstkritisch zu hinterfragen — eine Hymne für die Freiheit des Geistes und für die Menschlichkeit. Auf der kreisförmigen Lichterketten-Leinwand laufen dazu die entsprechenden Videos.

Multimediales Gesamtkunstwerk

Die spektakuläre Show dieser Vollblutmusiker ist mit den Scheinwerferbatterien vor der Bühne und den zahlreichen Laserstrahlen und Lichtdomen ein multimediales Gesamtkunstwerk, das alle Songs beeindruckend in Szene setzt, alle Sinne erfüllt und das Publikum mitreißt. Unter lautem Jubel und stehenden Ovationen verabschiedet sich die Gruppe mit „Thank you Lingen, see you next time“, und kehrt für drei Zugaben zurück.


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