Kniffelige und kreative Aufgaben „Nacht der Mathematik“ in der Gesamtschule Emsland

Von Nina Hoegen


nvh Lingen. Die Gesamtschule Emsland hat am Donnerstag , 5. April 2018, erstmals eine Nacht der Mathematik veranstaltet. Rund 80 Schüler der sechsten Klasse haben daran teilgenommen. Mit richtigen Lösungen der kniffeligen Aufgaben konnten die Schüler die Titel „Mathe-Doktor“ oder „Mathe-Professor“ erwerben.

In der Mensa der Gesamtschule Emsland trafen sich um 19 Uhr Schüler und Lehrer. Ein Abend voller spannender Aufgaben, eine Übernachtung in der Turnhalle und ein gemeinsames Frühstück am nächsten Morgen erwartete die Teilnehmer der ersten Nacht der Mathematik in der Gesamtschule.

Spaß an Mathe soll nicht verloren gehen

Die Mathelehrer Bernd Reiz, Laura Kronabel und Stefanie Projahn haben die Nacht für die Schüler organisiert. Denn gerade die praktischen Dinge kommen ihrer Meinung nach im Unterricht manchmal zu kurz. „Der Spaß an Mathe soll nicht verloren gehen, hier haben wir mehr Zeit“, sagte Kronabel. Um sich auf die Nacht einzustimmen, spielten alle Schüler gemeinsam das Quiz „1, 2 oder 3“, bei dem es verschiedene Aufgaben zum Rechnen und Schätzen gab. Außerdem gab es ein Gewinnspiel, bei dem die Schüler die Anzahl von Smarties in einem Glas schätzen mussten und dieses samt Inhalt für die Klasse gewinnen konnten. Insgesamt waren 807 Smarties im Glas und die Klasse 6.4 hat bei diesem Spiel gewonnen.

Kniffelige, kreative und spielerische Aufgaben

„Es geht in der Nacht der Mathematik auch darum, den Schülern die Angst zu nehmen, denn jeder kann Mathe“, sagte Reiz. An 22 Stationen lösten die Schüler mathematische Spiele, Bastel- und Forscheraufgaben. An der Station „Geobretter“ bastelten die Mädchen und Jungen zunächst ein Brett im Werkraum und schlugen anhand einer Vorlage Nägel in ein vorgefertigtes Holzstück. Danach stellten sie verschiedene Figuren mit Gummibändern auf dem „Geobrett“ nach. „Mit dieser Übung kann zum Beispiel Bruchrechnung oder Flächenrechnung geübt werden“, erklärte Reiz.

Beim „Brüche-Domino“ war Köpfchen gefragt, denn die Schüler kürzten oder erweiterten Brüche, um herauszufinden welche gleich groß sind. Nur diese Brüche durften aneinandergelegt werden. An der Station „Mathe-Kunst“ wurden die Schüler kreativ: Mit einem Zirkel haben sie Kreisbilder verschiedener Schwierigkeitsgrade nachgezeichnet und eigene Mandalas erstellt, die sie anschließend bunt ausmalten.

Obwohl Mathe nicht bei allen Teilnehmern zum Lieblingsfach in der Schule zählt, sind sich die 12-jährigen Schülerinnen Lina und Salam einig: „Es macht Spaß mit den Mitschülern zusammen in der Schule zu sein und anschließend in der Turnhalle zu übernachten“. Bei den vielen unterschiedlichen Stationen haben alle Schüler Aufgaben gefunden, die ihnen Spaß machten.

„Mathe-Professor“ und „Mathe-Doktor“

Fast bis Mitternacht arbeiteten die Kinder an den Stationen und sammelten für ihre Lösungen Stempel. Sie konnten als Auszeichnung den Titel „Mathe-Doktor“ oder sogar den „Mathe-Professor“ erhalten, indem sie die meisten Stempel der Klasse oder des Jahrgangs sammelten. „Mathe-Professor“ wurde schließlich Lewi Mau van Trinh aus der Klasse 6.4. „Mathe-Doktor“ der Klasse 6.1 wurden Finja Reiter und Ronja Hübner. In der Klasse 6.3 wurde Julian Thien und in Klasse 6.4 Claas Fastabend der „Mathe-Doktor“.