Eine Hommage an John Belushi Begeisternde Bühnenfassung der Blues Brothers in Lingen

Von Meike Blunk

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Lingen. Das Musical „A Tribute to The Blues Brothers“ (Konzertdirektion Landgraf), erwies sich im ausverkauften Theater an der Wilhelmshöhe als eine atemberaubende, temporeiche und äußerst spektakulär inszenierte Show, die das Publikum von Anbeginn in ihren Bann zog und gegen Ende hin förmlich von den Sitzen riss.

Mit der aufwendigen Bühnenfassung von Ingmar Otto hauchte das erstklassige Ensemble – allen voran Ronald Tettinek als John Belushi und Jörg Bruckschen als Dan Aykroyd – sowie die bravourös und spielende siebenköpfige Band der Geschichte um den Kultfilm „The Blues Brothers“ herum aus dem Jahr 1980 neues Leben ein.

Dynamisch und actionreich

Auf sehr dynamische, teilweise auch actionreiche wie skurril humorvolle Weise verschmolzen Spiel-, Musik- und Filmparts miteinander und erzählten unter anderem mit den unvergesslichen Songs wie „Gimme Some Lovin“, „Stand By Your Man“ oder „Everybody Needs Somebody to Love“ von der bewegenden Karriere der als Komiker gestarteten Künstler Belushi und Aykroyd, die sich nicht zu schade waren, im Bienenkostüm oder mit Propeller auf dem Kopf einem breiten Publikum gegenüber zu treten.

Schwarze Hüte und Sonnenbrillen

Unweigerlich wurden sie jedoch nach 1980 stets mit den Blues Brothers Jake und Elwood sowie deren äußeren Markenzeichen, schwarze Sonnenbrillen und schwarze Hüte, gleichgesetzt. Diese verfolgen eine Mission. Sie wollen mithilfe des Blues, der Musik, an die sie glauben und die sie in sich spüren, das Waisenhaus, in dem sie aufgewachsen sind, vor dem Ruin retten. Also müssen ehemalige Bandmitglieder her, um dem Ziel des gemeinsamen Benefizkonzertes näher zu kommen.

Rückblenden als Filmsequenzen

Doch zuvor erregen die beiden Brüder des Öfteren die Aufmerksamkeit der Polizei und inszenieren waghalsige Verfolgungsjagden, die es zu bestehen gilt. Actionreiche Filmsequenzen bescherten den Zuschauern hierbei einen schnelleren Puls. Das Musical rollt in Rückblenden die einzigartigen Lebens- und Karrierestationen von Belushi und Aykroyd auf.

Ausnahmekünstler Belushi

Es beginnt und endet mit der Beerdigung von Belushi, der im Alter von 33 Jahren an den Folgen seines exzessiven Lebensstils und Drogenkonsums verstarb. Aykroyd und die Witwe Judy Belushi (ganz wunderbar von Georgia M. Reh verkörpert) bleiben am Grab zurück. Dabei drückt Aykroyd seine große Verbundenheit zu seinem ehemaligen Weggefährten und Ausnahmekünstler Belushi sehr einfühlsam mit seiner Mundharmonika aus. Er begegnet der Hilflosigkeit und Trauer Judys mit den Worten: „Jeder ist für sich selbst verantwortlich.“ Belushi könnte seiner Meinung nach noch leben, sofern er mehr auf sein Herz gehört hätte und nicht seinem ständigen Drang nach rauschhaften Zuständen nachgegangen wäre.

Brillante Spielfreude

Diese großartige Inszenierung muss aufgrund der brillanten Spielfreude und Authentizität der Hauptdarsteller Reh, Bruckschen, Tettinek (unglaublich, wie er zu Belushi verschmolz) und Stefan Roschy in wechselnden Rollen (unter anderem als Steven Spielberg), der exzellenten Band, der besonderen Videoeffekte und des Lichtdesigns sowie der vier Tänzerinnen als außergewöhnlich bezeichnet werden, was die Zuschauer mit Standing Ovations zum Ausdruck brachten.


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