Ein Bild von Thomas Pertz
05.04.2018, 14:34 Uhr

Herausforderung gut gelöst

Kommentar von Thomas Pertz

Bei einem Besuch des Flüchtlingswohnheims in Altenlingen informierte sich Stephan Weil (dritter von links) über die Unterbringung und Betreuung in der Stadt. Weiter auf dem Bild von links: SPD-Vorsitzender Andreas Kröger, SKM-Geschäftsführer Hermann-Josef Schmeinck und Oberbürgermeister Dieter Krone. Foto: Thomas PertzBei einem Besuch des Flüchtlingswohnheims in Altenlingen informierte sich Stephan Weil (dritter von links) über die Unterbringung und Betreuung in der Stadt. Weiter auf dem Bild von links: SPD-Vorsitzender Andreas Kröger, SKM-Geschäftsführer Hermann-Josef Schmeinck und Oberbürgermeister Dieter Krone. Foto: Thomas Pertz

Lingen.  Die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in den einzelnen Ortsteilen in Lingen hat sich bewährt. Der Standort Gierenbergstraße in Altenlingen ist ein gutes Beispiel.

Wer sich noch an die hitzigen Diskussionen und Vorbehalte im Sommer 2015 erinnert und nun das Engagement in der Nachbarschaft sieht, dem bleibt die positive Entwicklung nicht verborgen. Integration besteht aus vielen kleinen Mosaiksteinen. Die Sprache ist sicher einer der Wichtigsten, aber das Gefühl, nicht ausgegrenzt zu werden, gehört auch dazu.

Angesichts des angespannten Wohnungsmarktes in Lingen hatte sich die Lösung der dezentralen Unterbringung auch aufgedrängt. Die Kehrseite der Medaille: Durch den Rückgang der Flüchtlingszahlen und den Wechsel von Bewohnern mit anerkanntem Status in Wohnungen innerhalb der Stadt gibt es zunehmend Leerstände in den mobilen Unterkünften. Die Kosten für die Stadt aber bleiben. Zu Recht hat Oberbürgermeister Krone deshalb im Gespräch mit Ministerpräsident Weil auf dieses Problem hingewiesen. Die Stadt hat die Herausforderung der Unterbringung von Flüchtlingen 2014/2015 gut gelöst. Dafür sollte sie nicht auf den Kosten sitzen bleiben.


Der Artikel zum Kommentar