Gesund leben – gesund ernähren Leser „entdecken“ den Bioladen Kornblume in Lingen

Von Caroline Theiling-Brauhardt


Lingen. „Bio schmeckt nicht nur gut, Bio tut auch gut“. Von dieser These ist Nanni Brinker, die zusammen mit ihrem Mann Ralf in Lingen den Bioladen Kornblume führt, seit mehr als 30 Jahren fest überzeugt.

Um so mehr freute sie sich, im Rahmen unserer Serie „Gesund leben“ 25 interessierte Leser aus den Altkreisen Meppen und Lingen zu einer Führung durch ihren Bio-Supermarkt begrüßen zu können.

Was kommt von wem?

„Das Interesse war nicht immer so groß“, erinnert sich die Inhaberin an die Anfänge vor rund 32 Jahren. Damals sei es oftmals sehr schwierig gewesen, überhaupt an Produkte heranzukommen, die die entsprechenden Qualitätsmerkmale aufweisen. Dafür musste das Ehepaar teilweise weite Strecken in Kauf nehmen. Wichtig war beiden dabei stets, zu wissen, was kommt von wem? Welche Inhaltsstoffe sind vorhanden? Ein Prinzip, dass sich bis heute gehalten hat.

EG-Bio reicht nicht

In diesem Zusammenhang wies Brinker auch auf den Unterschied von EG-Bio und Verbands-Bio hin, was für den Verbraucher nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen sei. So müsse beispielsweise bei dem EG-Bio-Siegel deutlich weniger Platz für Tiere vorgehalten werden als bei Verbands-Bio.

Keine Tierversuche

Ebenfalls wichtig für die Betreiber der Kornblume sind die Themen fairer Handel und Tierversuche. Nanni Brinker, die eine Zusatzausbildung im Bereich Kosmetik gemacht hat, wies darauf hin, dass selbst, wenn das fertige Produkt ohne Tierversuche auskomme, oftmals im Vorfeld für die Inhaltsstoffe doch mit Tieren experimentiert würde, ein Verfahren, das sie ablehne. Produkte, die so entwickelt würden, seien nicht in ihrem Sortiment.

350 Sorten Käse

Aus ihrem weiteren Angebot, das aus einem Vollsortiment mit über 11.000 Artikeln besteht, hob Nanni Brinker noch eine große Auswahl an Weinen, darunter viele, die vegan produziert würden hervor. Und die mehr als zehn Meter lange Käsetheke, die insgesamt rund 350 Sorten enthalte, von denen in stetem Wechsel zwischen 180 und 200 Arten gleichzeitig angeboten werden.

Die beeindruckten Gäste freuten sich am Ende über eine leckere Suppe und einen Nachtisch im angegliederten Bistro.