Einen Teppich knüpfen Theaterpädagogen des Campus Lingen bereiten sich auf WKT vor

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Bernd Ruping (zweiter von rechts) bespricht mit Theaterpädagogik-Studierenden (von links, Jana Nieswand, Jakob Bertram und Mascha Leuenhagen) die Planung für das anstehende WKT im Sommer. Foto: Jessica LehbrinkBernd Ruping (zweiter von rechts) bespricht mit Theaterpädagogik-Studierenden (von links, Jana Nieswand, Jakob Bertram und Mascha Leuenhagen) die Planung für das anstehende WKT im Sommer. Foto: Jessica Lehbrink

Lingen. „Children move the World“ (Kinder bewegen die Welt) heißt das Motto des 15. Welt-Kindertheater-Fest (WKT) vom 22. bis 29. Juni. Einen Einblick in die Vorbereitungen gewähren Bernd Ruping, Leiter des Instituts für Theaterpädagogik der Hochschule Osnabrück und Mitbegründer des Festes, sowie einige Studierende.

Ruping steht vor einer Flipchart-Tafel. Auf dem Blatt ist eine Art Organigramm dargestellt, anhand dessen er einigen Studierenden die bisherigen Ausarbeitungen für das WKT präsentiert.

Spielend kommunizieren

„Im Zentrum steht die Aufführung“, sagt Ruping. Die Studierenden sollten dabei eines beachten: Die Selbstdarstellung der Theaterpädagogen steht nicht im Vordergrund. „Vielmehr sollen die Kinder angeleitet werden.“ Eines der Projekte ist die International Summer School, bei der die Arbeit darin besteht, Kinder spielend zu einer Kommunikation zu verhelfen. Für die Erwachsenen hingegen gibt es ein Symposion, in dem sich mit aktuellen Themen beschäftigt wird. Details seien laut Ruping aber noch in Arbeit. Verknüpft wird das Symposion mit einem Bar-Camp, das vor allem als freier Rederaum dienen soll. Ohne die Vorgaben des „Directors Forum“, welches sich hauptsächlich damit beschäftigt das Handeln der Akteure zu beobachten, sollen im Camp Projekte und Vernetzungen entstehen – nicht nur für die Kinder, auch für die Studierenden. „Die Projekte, die aus dem WKT entstanden sind, haben schon Leben verändert“, berichtet Ruping begeistert.

Ruping erhofft sich lebendigen Diskurs

Während sich das vierte Semester mit der International Summer School beschäftigt, ist es die Aufgabe der Studierenden des zweiten Semesters, ein sogenanntes Rückspiel zu gestalten. „Das bedeutet, etwas Kleines aus einer Aufführung zu nehmen und es zu etwas Größerem zu machen“, erklärt Ruping, der sich insgesamt einen lebendigen Diskurs während des gesamten Festes erhofft. Die Aufgabe des sechsten Semesters wiederum ist, daraus zu lernen, wie Kinder sich austauschen, denn die Kommunikation von Kindern und Erwachsenen unterscheide sich laut Ruping grundlegend.

Kinder aus 17 Ländern

„Die erste Hürde, die wir bereits genommen haben, ist die Absprache mit Studierenden aus Finnland und den Niederlanden“, erzählt Jakob Bertram (4. Semester). Vor allem das Thema Rassismus spiele dabei eine wichtige Rolle. Die für Bertram spannendste Frage ist aber die nach der Kommunikation zwischen allen Teilnehmern. Schließlich wirken Menschen aus 17 Ländern von allen Kontinenten am WKT mit. „Wir reden hier vom Kern der Theaterpädagogik.“

Auch Mascha Leuenhagen (2. Semester) spricht von einer spannenden Herausforderung und einer Ehre, in Lingen von so vielen Menschen besucht zu werden: „Die erste Aufgabe, die ich sehe, ist ein Feld zu schaffen, in dem sich die Kinder wohlfühlen. Wir wollen einen Teppich knüpfen, mit dem wir die Kinder auffangen können.“


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