Ohne chemische Vernichter Stadt Lingen verzichtet auf Glyphosat

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Handarbeit ist gefragt: Mitarbeiter des Bauhofs reinigen mit Rechen und Forke einige Beete. Foto: Stadt Lingen/Karl-Heinz BergerHandarbeit ist gefragt: Mitarbeiter des Bauhofs reinigen mit Rechen und Forke einige Beete. Foto: Stadt Lingen/Karl-Heinz Berger

Lingen. Die Stadt Lingen verzichtet nach eigenen Angaben bei der Bekämpfung von Unkraut auf Glyphosat. Der Wirkstoff, der in vielen Unkrautvernichtern enthalten ist, steht im Verdacht krebserregend zu sein. Zudem gilt er als Gift für die Umwelt – insbesondere für Amphibien, Fische und andere Wasserorganismen.

„Der Einsatz von Glyphosat ist gesundheitlich, ökologisch und vor allem im Sinne der Insektenvielfalt nicht zu vertreten“, wird Oberbürgermeister Dieter Krone in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert.

Umweltausschuss

Das Mittel vernichtet alle Wildkräuter und entzieht damit Insekten die Nahrungsgrundlage und den Lebensraum. „Als Stadt wollen wir vielfältigen Lebensraum für Insekten bieten und setzen deshalb bewusst auf einheimische Blühwiesen und die mechanische Reinigung von Beeten und Gehwegen ohne Glyphosat – und das bereits seit 1985.“ Ein entsprechender Beschluss sei damals im Umweltausschuss gefasst worden, heißt es seitens Krone weiter.

Heißwasser

Laut Gärtnermeister Horst Feltrup vom Bauhof der Stadt Lingen werden die Beete seit vielen Jahren mit Hand und Hacke von Unkrautbefreit. Bei größeren Flächen wie Sportplätzen kommen auch Maschinen wie das Schleppnetz zum Einsatz. Flächen und Randbereiche an Wegen, Straßen und Parkflächen werden vom Bauhof mit einer Krautbürste und heißem Wasser bearbeitet.


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