Versammlung der FDP Krone: Über 5000 Arbeitsplätze seit 2010 in Lingen

Von Thomas Pertz

Wegen des hohen Verkehrsaufkommens stauen sich häufig die Fahrzeuge im Kreisel Konrad-Adenauer-Ring/Bernd-Rosemeyer-Straße in Lingen. Foto: Ludger JungeblutWegen des hohen Verkehrsaufkommens stauen sich häufig die Fahrzeuge im Kreisel Konrad-Adenauer-Ring/Bernd-Rosemeyer-Straße in Lingen. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Fragen zur Verkehrssituation und zu den Themen Pflege, Wohnen und Betreuungsplätze haben am Donnerstagabend eine Veranstaltung der FDP mit Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone geprägt.

Vorsitzender Dirk Meyer hatte den Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 22. April in die Räumlichkeiten des Seniorenvereins „Gelingen“ eingeladen. Kommenden Dienstag um 19.15 wird dort der zweite Kandidat um das Amt, Robert Koop von den Bürgernahen, seine Vorstellungen erläutern und Fragen beantworten. Rund 20 Bürger waren am Donnerstagabend gekommen.

5000 zusätzliche Arbeitsplätze

Die Basis allen kommunalpolitischen Handels ist Krones Worten zufolge eine florierende Wirtschaft. Diese entwickelt sich nach seinen Angaben in Lingen hervorragend. Das Ergebnis seien über 5000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, die seit 2010 entstanden seien. Rund 450 Millionen Euro investiere die Wirtschaft in den nächsten Jahren am Standort Lingen. „Ich wüsste keine andere Stadt, die daran auch nur annähernd herankommt.“ Die Kommune profitiere von dieser Entwicklung mit ausgeglichenen Haushalten in den kommenden Jahren. Die Beibehaltung der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Stadt nannte er als vordringliche Aufgabe. Dazu gehöre auch die Gestaltung der Energiewende, die in Lingen mit der Abschaltung des Kernkraftwerkes Ende 2022 ein Datum fixiert.

Verkehrskonzept in Arbeit

Was die Verkehrsbelastung in der Innenstadt anbelangt, betonte Krone, dass die Stadt ein intelligentes Verkehrs- und Parkleitsystem benötige. Ein solches Konzept werde derzeit für den Konrad Adenauer-Ring und die Bernd Rosemeyer-Straße erarbeitet. „Die einzelnen Ampeln müssen miteinander vernetzt werden“, sagte der Oberbürgermeister. Gleichwohl werde es in einer Stadt, in der etwas los sei, auch Staus geben. Die Einführung des Lili-Busses bezeichnete er als großen Erfolg. Auch dieses System werde weiter optimiert.

Kritik an Radfahrern in der Fußgängerzone

Ein Bürger kritisierte das Verhalten von Radfahrern in der Fußgängerzone. Die darf zwischen 18 Uhr am Abend und zehn Uhr morgens von Radfahrern befahren werden. Oft genug sind sie aber auch tagsüber unterwegs. „Dies ärgert mich auch“, sagte der Verwaltungschef. Was den Lieferverkehr in der Innenstadt anbelangt, würden demnächst versenkbare Poller eingebaut. „Ab 10 Uhr ist für den Lieferverkehr Stopp“, betonte Krone.

Krone: Alloheim zu Unrecht in Verruf geraten

Die Attraktivität der Stadt bringt es nach seinen Angaben mit sich, dass die Nachfrage nach Wohnraum weiter steigen wird. Die neu gegründete Wohnungsbaugenossenschaft werde ihren Beitrag leisten, auch Wohnraum für kleinere Einkommen zu schaffen. Was die in die Kritik geratene Pflegeeinrichtung Alloheim im Emsauenpark anbelangt, sagte Krone, „dass dieses zu Unrecht in Verruf geraten ist“. Das Alloheim sei nicht besser und nicht schlechter als alle anderen auch, habe ihm ein Arzt gesagt. Die Frage einer Bürgerin, ob die Stadt genügend Betreuungsplätze bereithalte, bejahte der Oberbürgermeister. Dieser Platz liege aber nicht immer direkt vor der Haustür. Krone kündigte außerdem den Bau einer kommunalen Kindertagesstätte in der Innenstadt an.

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