Weitere Helfer gesucht Integrationslotsen sind weiter im südlichen Emsland aktiv

Flüchtlingskinder sollen schon im Vorschulalter die deutsche Sprache erlernen. Integrationslotsen unterstützen diese Bemühungen. Foto: Heinz KrüsselFlüchtlingskinder sollen schon im Vorschulalter die deutsche Sprache erlernen. Integrationslotsen unterstützen diese Bemühungen. Foto: Heinz Krüssel

Lingen. Die Begleitung und Unterstützung von Zuwanderern bei der Bewältigung des Alltags und bei der Lösung vielfältiger Probleme bleibt – auch bei geringerem Zuzug von Flüchtlingen – eine nach wie vor notwendige gesellschaftliche Aufgabe. Dies haben die Integrationslotsen aus Emsbüren, Lengerich, Lingen und Spelle in der Mitgliederversammlung des Vereins „Willkommen im südlichen Emsland – Integrationslotsen“ einer Mitteilung zufolge betont.

Die Aufgaben der Integrationslotsen haben sich nach Angaben des Vereins teilweise verändert. Während „Ersthilfe“ (Versorgung mit Bekleidung und Gegenständen des täglichen Bedarfs, Fahrräder) seltener nachgefragt werden, sind andere Probleme wie der Sprachunterricht für Frauen mit Kindern nach wie vor ungelöst. Überall dort, wo sich der Busverkehr am Schülertransport orientiert, sei eine Teilnahme an Integrationskursen in Lingen praktisch unmöglich, heißt es in der Mitteilung. Gerade die Lengericher Freiwilligen würden durch den angebotenen Sprachunterricht in kleineren Orten einen unverzichtbaren Beitrag leisten. Aus Spelle wurde berichtet, dass sich die Kommune bei der Finanzierung der Kinderbetreuung während des Sprachunterrichts zukünftig engagieren wolle.

Individuelle Unterstützung

Wichtig sind nach Angaben des Vereins die nach wie vor überall angebotenen Treffpunkte vor Ort: der „CASA-Integrationstreff“ in Emsbüren, das „Café International“ in Lengerich oder die wöchentlichen Treffs in Spelle und Lingen. Hier werden Briefe, die die Zuwanderer nicht verstehen, übersetzt, Fragen zu Kindergarten und Schule geklärt sowie Bewerbungen um Ausbildungs- und Arbeitsplätze korrigiert. Individuelle Unterstützung wie beispielsweise Fahrten zu Fachärzten und Krankenhäusern werden verabredet, ein gemeinsamer Besuch beim Arbeitsamt oder Jobcenter vereinbart, die verschiedenen Sprachkursangebote und ihre Finanzierung werden erläutert. Nach wie vor wird bei der immer schwieriger werdenden Wohnungssuche unterstützt oder bei der Möblierung einer neuen Wohnung geholfen.

Derzeit 53 Mitglieder

Die Arbeit des 53 Mitglieder umfassenden Vereins basiert auf dem Engagement der Ehrenamtlichen. Notwendige Ausgaben wie Fahrtkosten, Materialkosten für Unterrichtsbücher, Eintrittsgelder für den Besuch kultureller Veranstaltungen oder gemeinsame Feste konnten im letzten Jahr durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Projektmittel sichergestellt werden. Der Kassenwartin Ulla Brons wurde eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt.

Vorstand neu gewählt

Turnusgemäß standen Vorstandswahlen auf dem Programm. Wiedergewählt wurden Beata Szymanik-Feldmann (Emsbüren, stellvertretender Vorsitzende), Ulla Brons (Lingen, Kassenwartin), Ralf Rieß (Spelle) und Jürgen Blohm (Lingen, Vorsitzender). Für den aus persönlichen Gründen ausgeschiedenen Uwe Vollmer wählte die Versammlung Ludwig Giese aus Lengerich neu in den Vereinsvorstand. Zu Kassenprüferinnen wurden Irmgard Retz (Lingen) und Miriam Baranink-Menger (Emsbüren) gewählt. Alle Wahlen erfolgten ohne Gegenstimme bei sehr wenigen Enthaltungen.

Wer Interesse an einer Mitarbeit hat oder den Verein durch eine Spende unterstützen möchte, kann sich an den Vorsitzenden Jürgen Blohm (E-Mail: juergen.blohm@ewetel.net, Tel. 0591/52823) werden. Weitere Infos unter www.wis-el.de